Open Access: Schlagabtausch in der FAZ

Open Access ist bekanntlich ein politisches Mienenfeld. In der FAZ streiten Roland Reuß, bekennender Verlagslobbyist und selbsternannter Streiter für die (eher weniger betroffenen) "mittelständischen Wissenschaftsverlage", und Gudrun Gersmann, Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Paris und Vorsitzende des Unterausschusses „Elektronische Publikationen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Klarer Punktsieg für die Sachverständige. Um es mit den Worten des FAZ-Kommentators Athanasius Pernath zusammenzufassen: "Mittelständische Wissenschaftsverlage": Um die geht es hier doch weniger, sondern um internationale Großkonzerne wie Elsevier, Springer, Wiley etc. mit z. Teil Mrd.-Umsätzen. Und wofür bekommen die ihr Geld? Das ist einem nicht ganz klar, wenn man selber wissenschaftlich arbeitet: Das Argument, bei open access müsse der Publiziernde alles selber machen, trifft ja leider für die meisten kostenpflichtigen Publikationen genauso zu. Ein Lektorat gibt es eigentlich nicht, das "peer review" wird ebenfalls unentgeltlich erledigt. Oft muß der Veröffentlichende noch selber etwas bezahlen! Dafür darf er dann sein copyright abgeben und seine eigene Arbeit ohne Erlaubnis des Verlags nicht mehr weiter verwenden, hat auch keinen Einfluß darauf, wenn der Verlag die Publikation eines Artikels einfach mal verschiebt. Unter diesen …

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Themen: Lesetipp , Open Access , Faz , Paris , Roland , Wissenschaft , Wissenschaftlich , Elsevier , Politik

Erschienen 22. Februar 2009 auf http://www.jurabilis.de.

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