Opel-Betriebsrat kritisiert Merkel für schleppende Verhandlungen

Berlin (Reuters) - Der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, hat Bundskanzlerin Angela Merkel wegen der schleppenden Verhandlungen über den Verkauf des Rüsselsheimer Autobauers kritisiert.

"Merkel ist zu ruhig", sagte Einenkel der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Sie lässt die Ministerpräsidenten im Kampf um Opel allein." Zudem habe er große Sorgen, dass die Bundesregierung die Entscheidung auf die Zeit nach der Bundestagswahl vertage, sagte Einenkel weiter. Dann müsse die Regierung keine Rücksicht mehr auf die 25.000 Opel-Arbeitnehmer in Deutschland und die Beschäftigten der Zulieferer nehmen. "Wir haben große Befürchtungen, dass eine neue Bundesregierung sich für einen Investor mit einem für die Arbeitnehmer schlechteren Konzept oder gar für die Insolvenz entscheidet."

Die Arbeitnehmer haben Widerstand für den Fall angekündigt, dass der belgische Finanzinvestor RHJ International den Zuschlag erhält. Die Bundesländer mit Opel-Standorten haben zudem für diesen Fall damit gedroht, ihre Zusage finanzieller Garantien zurückzunehmen. Wie Belegschaft und Länder bevorzugt auch die Bundesregierung bislang das Angebot des kanadischen Zulieferers Magna. Die Gespräche über den Investor mit der ehemaligen Opel-Mutter General Motors sind in dieser Woche auf die Zielgerade eingebogen.



Quelle: Reuters (5. August 2009)

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Themen: Betriebsrat , Berlin , Germany , Bundesregierung , Opel , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , German Equities , Automobiles And Components , Mergers And Acquisitions (including Changes OF Ownership) , Financials , Arbeitnehmer , Angela Merkel , Belgium , Canada , Industrial Machinery , Machinery , "auto, Truck And Motorcycle Parts"
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht

Erschienen 5. August 2009 bei http://www.reuters.com.

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