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OLG Köln: Fernsehzeitschrift muss Bezeichnung als ´TV-Premiere´ nach Ausstrahlung im PayTV unterlassen

am 16.05.2008 von §§ Jur-Blog.de §§

Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 07.02.2008, Az. 6 W 12/08 - Die Entscheidung des OLG Köln hat einen Streit zwischen einer Programmzeitschrift und einem Fernsehsender des Pay-TVs als Aufgangspunkt. Das Gericht hat - wohl entgegen der Vorinstanz - bejaht, dass diese Kontrahenten in einem Wettbewerbsverhältnis stehen. Eine Zeitschrift fördere den Free-TV-Bereich und deshalb unmittelbar ihren eigenen Wettbewerb im Absatzgeschäft der einschlägigen Programmzeitschriften. Durch die Förderung der Konkurrenz d. h. der freien Sender bestehe daher ein Wettbewerbsverhältnis. Weiterhin urteilte das Gericht, dass bei einem in mehrfacher Hinsicht zu weit gefassten Unterlassungsantrag dieser anhand der Antragsschrift auszulegen und hinsichtlich des zutreffenden Kerns zu entscheiden sei. Das Urteil erscheint in mehrfacher Hinsicht zu erörtern.

Das Kriterium des Förderns `nahezu ausschließlich freier Fernsehsender` von Wettbewerbern muss nicht zu einer Wettbewerbsstellung einer Programm-Zeitschrift gegenüber einem Fernsehsender führen. Das vom Gericht verwendete Kriterium des Förderns ist zu ungenau und nicht ausreichend klargestellt worden. Abgrenzungsschwierigkeiten wären die Folge: Demnach würde künftig jedwede Medienberichterstattung, vielleicht aber auch Filmförderung von TV-Spielfilmen oder aber auch Werbung bei einem dritten Sender als ´Förderung´ eine Wettbewerbsstellung begründen können. All dies könnte ja eine Förderung im Wettbewerbssinne darstellen. Eine Klarstellung ist dem Beschluss nicht zu entnehmen.
Bei der Erörterung des zu weit gefassten Unterlassungsantrags kritisiert das Gericht, dass die Täuschung der Leser nicht durch Klarstellung oder Erläuterung ausgeschlossen worden sei. (Über die Unsitte der zu weit gefassten Unterlassungsanträge und deren wohlmeinende gerichtlichen Korrekturen seien hier den Lesern Ausführungen erspart.) Doch kurz zuvor war eine redaktionelle Bearbeitung der Programmankündigungen ausgeschlossen worden, mit dem Ergebnis, dass das Grundrecht …

OLG Köln: TV-Premieren! - Eine Programmwerbung für eine Free-TV-Premiere mit der Bezeichnung TV-PREMIERE ist irreführend, soweit eine Ausstrahlung im Pay-TV bereits erfolgt ist.

MEDIEN INTERNET und RECHT / 1. Eine Wettbewerbshandlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG) ist jede Handlung mit dem Ziel, zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens den Absatz oder den Bezug von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern. Mit der Ankündigung…

Spielfilme im Fernsehen als TV-PREMIERE

BLOG | MEIN-RECHT-IM-NETZ.DE / Wann ist die Ausstrahlung im Fernsehen eine echte "TV-PREMIERE"? Mit dieser Frage hatten sich die Richter am OLG Köln zu befassen nachdem die Antragsgegnerin in den von ihr verlegten Fernsehzeitschriften Spielfilme mit dem Hinweis &quo…

Dauerwerbesendung darf nicht Promotion genannt werden

Recht Medial / Beim Verwaltungsgericht Berlin stritten die Parteien darüber ob ob die Kennzeichnung während des Verlaufs einer Dauerwerbesendung mit dem Begriff „Promotion“ der Kennzeichnungspflicht genügt. Der Medienrat der Antragsgegnerin beschloss in sein…

OLG Köln: Bereits im Pay-TV gezeigte Spielfilme sind keine Fernsehpremiere mehr

Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Das OLG Köln (Beschl. v. 07.02.2008 - Az.: 6 W 12/08) hat entschieden, dass bereits im Pay-TV gezeigte Fernsehfilme nicht mehr im freien Fernsehen als TV-Premiere bezeichnet werden dürfen.Der Senat, dessen Mitglieder zu den von den Programmzeitschr…

Verwaltungsgericht Mainz (1 L 404/07.MZ): Kindergartenwechsel mit 3 Jahren rechtens

Recht für Verbraucher / Kindergartenwechsel mit 3 Jahren rechtensNachdem es 3 Jahre alt geworden ist, muss ein Mädchen (Antragstellerin) den bisher besuchten Kindergarten in einer Nachbargemeinde (Antragsgegnerin) verlassen und den Kindergarten in seiner Wohngemeinde besuc…

Nameszusatz VZ steht/stand nicht für Verzeichnis und steht markenrechtlich StudiVZ zu

Recht Medial / Manchmal gibt es Urteile, die lassen sowohl Internetnutzern als auch Markenrechtlern (zumindest soweit ich mich als solch einer bezeichne) den Kopf schütteln. Dazu gehört mit Sicherheit das jetzt bekannt gewordene Urteil des Landgerichts Köln, wel…

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