OLG Köln: AdWords-Markenbeschwerde - Eine gezielte Behinderung im Sinne von § 4 Nr. 10 UWG kann vorliegen, wenn ein Markeninhaber Mitbewerber aufgrund einer "Markenbeschwerde" bei Google daran hindert, durch AdWords-Werbung auf ihr Angebot an Produkten de

1. Eine gezielte Behinderung im Sinne von § 4 Nr. 10 UWG liegt noch nicht vor, wenn die Behinderung sich als bloße - insoweit hinzunehmende - Folge des Wettbewerbs darstellt. Das betreffende Verhalten muss vielmehr bei objektiver Würdigung der Umstände in erster Linie auf die Beeinträchtigung der wettbewerblichen Entfaltung des Mitbewerbers und nicht auf die Förderung des eigenen Wettbewerbs gerichtet sein (BGH, Urteil vom 11.01.2007 - Az. I ZR 96/ 04 - Außendienstmitarbeiter). Es ist jedem Wettbewerb eigen, auf Kosten der Mitbewerber einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Damit von einer unzulässigen individuellen Beeinträchtigung gesprochen werden kann, müssen daher weitere Umstände hinzutreten (BGH, Urteil vom 24.06.2004 - Az. I ZR 26/02 - Werbeblocker). 2. Eine gezielte Behinderung im Sinne von § 4 Nr. 10 UWG setzt keine absichtliche Behinderung eines Mitbewerbers voraus. Entscheidend sind die objektiven Auswirkungen der betreffenden Maßnahme (BGH - Außendienstmitarbeiter). Erforderlich ist auch nicht, dass sich die betreffende Maßnahme gegen einen einzelnen Mitbewerber richtet (mit Verweis auf: BGH, Urteil vom 07.10.2009 - Az. I ZR 150/07 - Rufumleitung sowie OLG Köln, Urteil vom 24.08.2007 - Az. 6 U 237/06, OLG Köln, Beschluss vom 22.11.2004 - Az. 6 W 115/04) oder dass die Mitbewerber auf der gleichen Wirtschaftsstufe stehen (mit Verweis auf: BT-Drucks. 15/1…

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Themen: Google , Marke , Adwords , Uwg

Erschienen 18. August 2010 auf http://www.medien-internet-und-recht.de.

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OLG Köln: AdWords-Markenbeschwerde als gezielte Behinderung von Mitbewerbern

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