OLG Karlsruhe: Die richtige Ehefrau macht noch keinen Rechtsanwalt zum Spezialisten

OLG Karlsruhe, Urteil vom 13.05.2009, Az. 6 U 49/08 §§ 3, 8 UWG; 5, 14 b FAO Das OLG Karlsruhe hat darüber entschieden, unter welchen Voraussetzungen ein Rechtsanwalt sich als “Spezialist” für ein bestimmtes Rechtsgebiet bezeichnen darf. Im vorgelegten Fall ging es um einen selbst ernannten “Spezialisten für Zahnarztrecht”. Nach Ansicht des Gerichts hatte dieser jedoch seine Qualifikation nicht ausreichend nachgewiesen. Zwar war er mit einer Zahnärztin verheiratet, betreute seine Frau auch in rechtlichen Dingen und verfügte aus diesem Grund wohl über größere Kenntnisse des Gebiets als der durchschnittliche Anwalt; dies rechtfertige jedoch nach Ansicht des Gerichts jedoch keine Einstufung als Spezialist. Die Bezeichnung “Spezialist” erfordere, dass der sich so Bezeichnende mindestens eine ebenso große fachliche Kompetenz besitzen müsse wie ein Fachanwalt, wenn nicht eine größere. Fachanwälte müssen in einem Zeitraum von 3 Jahren 60-80 oder mehr (je nach S…

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Themen: Wettbewerb , Rechtsanwalt , Fachanwalt , Fao , Oberlandesgericht , Urteile & Beschlüsse , Spezialist , Karlsruhe , Werbung , Unlauter , Berufsrecht / Rvg
Rechtsgebiet: Wettbewerbsrecht

Erschienen 18. September 2009 auf http://damm-legal.de.

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