OLG Hamm: Rechtsanwälte dürfen in Urteilsdatenbank mit Namen genannt werden

OLG Hamm, Urteil vom 11.12.2007, Az. 4 U 132/07 §§ 823 I, 1004 BGB

Das OLG Hamm hat entschieden, dass die Veröffentlichung von Urteilen, die ungeschwärzt die Namen der beteiligten Rechtsanwälte nennen, rechtmäßig ist. Im zu Grunde liegenden Fall hatten die Beklagten sowohl Urteile als auch einen Schriftsatz der Berufungsrücknahme im Internet veröffentlicht, ohne die Namen der beteiligten Rechtsanwälte zu schwärzen. Die betroffenen Rechtsanwälte sahen darin eine Verletzung ihrer Rechte, insbesondere ihres Persönlichkeitsrechts und des Rechts am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb. Die Beklagten hatten die Schriftstücke im Rahmen ihrer kritischen Berichterstattung über die Mandanten der betroffenen Rechtsanwälte veröffentlicht; die Urteile waren zu Ungunsten dieser Mandanten ausgegangen. Die betroffenen Rechtsanwälte waren der Ansicht, dass sie durch die Berichterstattung wegen der fehlenden Anonymisierung gemeinsam mit ihren Mandanten an den Pranger gestellt würden. Die Richter des OLG teilten diese Auffassung jedoch nicht. In der Berichterstattung selbst sei auf die Rechtsanwälte ke…

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Themen: Rechtsanwalt , Bgb , Oberlandesgericht , Urteile & Beschlüsse , Olg Hamm , Lte , Informationsinteresse , Information , Urteilsdatenbank , Namensnennung
Rechtsgebiet: Berufsrecht

Erschienen 10. April 2009 auf http://damm-legal.de.

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