OLG Celle: Bei my-hammer.de dürfen die gesetzlichen Gebührenvorgaben nicht unterschritten werden

OLG Celle, Urteil vom 29.10.2009, Az. 13 U 86/09 §§ 3, 4 Nr. 11 UWG, § 4 HOAI

Das OLG Celle hat, wie die Wettbewerbszentrale vermeldete, einem Planungsbüro im Wege eines Anerkenntnisurteils untersagt, die Mindestsätze der HOAI auf der Internetplattform „www.my-hammer.de” zu unterschreiten. Gegenstand des Verfahrens war die Erstellung von Plänen für einen Bauantrag inklusive der Statik für den Anbau an ein freistehendes Haus. Der Beklagte hatte auf diese Anfrage ein Angebot in Höhe von 1.140,00 EUR ab, und zwar mit dem Hinweis „anrechenbare Kosten unter den Mindestsätzen der jeweiligen Tabelle, ansonsten Honorarermittlung nach HOAI oder Aufwand“. In dem Plausibilitätsgutachten eines Sachverständigen wurde zugunsten des Beklagten von anrechenbaren Kosten von lediglich 50.000,00 EUR ausgegangen. Daraus ergab sich unter Zugrundelegung der Honorarzone III für die zu beauftragenden Leistungsphasen 1 bis 4 ein Honoraranspruch von 1.857,11 EUR brutto, wobei in diesem Betrag die Tragwerksplanung noch nicht berücksichtigt wurde. Da der Beklagte ein niedrigeres Angebot abgegeben hat, hat die Wettbewerbszentrale wegen der Unterschreitung der Mindestsätze der HOAI e…

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Themen: Urteil , Uwg , Oberlandesgericht , Urteile & Beschlüsse , Architekt , Hammer , Hoai , Werbung , Angebot , Olg Celle
Rechtsgebiet: Vertragsrecht

Erschienen 19. November 2009 auf http://damm-legal.de.

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