OSCE: Deutsches Wahlrecht ist revisionsbedürftig
Verfassungsblog | 13. Dezember 2009 — // Das Wahlverfahren bei der Bundestagswahl 2009 war nicht über alle Zweifel erhaben. Zu diesem Schluss kommt der soeben verö…
//
Das Wahlverfahren bei der Bundestagswahl 2009 war nicht über alle Zweifel erhaben. Zu diesem Schluss kommt der soeben veröffentlichte OECD-Bericht zur Bundestagswahl. Einige Aspekte des Wahlrechts könnten eine Reform gebrauchen, finden die OECD-Wahlwatcher:
It is of concern that the legislation does not provide for a judicial review of decisions made by the election administration before election day, thus diminishing access of citizens to timely and effective remedy as prescribed by OSCE commitments and other international legal instruments.
Das bezieht sich auf den Ausschluss von Gabriele Paulis Freie Union und Martin Sonneborns PARTEI. Ferner missfällt den OECD-Experten, dass der Wahlprüfungsausschuss aus Abgeordneten des neu gewählten Bundestags besteht und somit über seine eigene Wahl entscheidet:
This raises an issue of potential conflict of interests, which could have an impact on the impartiality of and confidence in the body and its decisions.
Der OECD-Bericht schlägt vor, zu überdenken, ob weiterhin für Wahlprüfungsbeschwerden zum Bundesverfassungsgericht 100 Unterschriften nötig sein sollen. Warum man die Unterstützung anderer brauchen soll, um sich gegen individuelle Verletzung der Wahlrechtsgleichheit gerichtlich zur Wehr zu setzen, will den Berichterstattern nicht einleuchten.
Für einen ziemlichen Skandal halten sie, dass man in Deutschland gegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl keinen Rechtsschutz außer dem Wahlprüfungsverfahren hat. Wenn man daran gehindert wird, von seinem passiven oder aktiven Wahlrecht Gebrauch zu machen, muss man erst warten, bis die ganze Wahl gelaufen ist, und erst dann kann man sich beschweren – beim Wahlprüfungsausschuss, der die Beschwerden routinemäßig in die Tonne tritt, und anschließend beim Bundesverfassungsgericht, das erst entscheidet, wenn die Legislaturperiode schon so gut wie rum ist.
To ensure the protection of suffrage rights, consideration should be given to revising the appeals arrangements so that at least certain types of complaints, in particular those…
» Vollständiger ArtikelErschienen 13. Dezember 2009 auf http://verfassungsblog.de.
Verfassungsblog | 13. Dezember 2009 — // Das Wahlverfahren bei der Bundestagswahl 2009 war nicht über alle Zweifel erhaben. Zu diesem Schluss kommt der soeben verö…
Handakte WebLAWg | 31. Mai 2006 — Die OECD-Experten empfahlen deshalb, die Privatisierung öffentlicher Unternehmen voranzutreiben, Bürokratie abzubauen, den Be…
LAWgical | 13. August 2007 — Die Arbeitsgruppe für Informationssicherheit und Datenschutz (WPISP) des OECD Committee for Computer and Communications Policy (IC…
USA Recht | 28. Juni 2010 — Im November 2009 hat die Organisation for Economic Co-operation and Development ( OECD) ihre “Recommendation of the Council fo…
Handakte WebLAWg | 14. September 2005 — Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD hat in der Studie „Bildung auf einen Blick“ untersu…
www.unternehmensjurist.de | 24. April 2006 — "... Spam, once a mere nuisance, has become a serious problem for individuals and businesses alike. As much as 80% of e-mails circ…
www.unternehmensjurist.de | 31. Mai 2006 — "... Der Aufschwung in Deutschland wird nach Ansicht der OECD seine volle Kraft nur durch mehr Wettbewerb im Binnenmarkt entfalten…
Handakte WebLAWg | 19. September 2007 — In den meisten OECD-Ländern sind die Bildungssysteme in den vergangen Jahren weiter gewachsen und das Angebot an Hochqualifizie…
STEUERRECHT | 2. September 2009 — Bereits am 24. Juli 2009 wurde das neue Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Zypern im Hinblick auf den Auskunftsaustausch nach…
Blickpunkt Recht & Steuern | 13. März 2008 — Die OECD hat die Ergebnisse ihrer Studie “Taxing Wages 2007″ vorgestellt. In dieser Studie untersucht die OECD die Entwicklung …
Aktuelle Meldungen über Wahlen, Wahlrecht und Wahlsysteme