Nur um den Nachbarn zu ärgern…

Mit Urteil vom 15.4.2008 hat der Verwaltungsgerichtshof Mannheim (Az. 8 S 98/08) rechtskräftig entschieden, dass es rechtswidrig ist, auf einem großen Wiesengrundstück die Errichtung eines Schuppens unmittelbar vor der Terrasse und dem Wohnhaus des Nachbarn zu genehmigen, wenn der Bauherr damit nichts anderes bezweckt, als seinen Nachbarn zu schädigen. Auf die Berufung des geschädigten Nachbarn hat das Gericht die ursprünglich erteilte Baugenehmigung aufgehoben.

Der Bauherr ist Eigentümer eines von ihm bewohnten Hausgrundstücks und eines hinter dem Wohngrundstück gelegenen ca. 3.000 Quadratmeter großen, weitgehend unbebauten Wiesengrundstücks. Auf diesem Grundstück errichtete er nach Erhalt der erforderlichen Baugenehmigung einen zwölf Meter langen und zwischen vier und fünf Meter hohen Geräte- und Brennholzschuppen, den er in einem Abstand von 2,5 Meter (dem gesetzlichen Mindestabstand) exakt vor den Wohnbereich seines Nachbarn platzierte. Diesem wurde dadurch der Ausblick in die freie Landschaft verbaut.

Der genehmigte Schuppen halte zwar die Abstandsvorschriften ein - so der Verwaltungsgerichtshof - , sei aber gegenüber dem Klä…

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Erschienen 7. August 2008 auf http://www.kanzlei-finkenzeller.de/aktuell.

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