Rfid Peter Schaar: BfD Schaar: Keine umfassende Kundenüberwachung durch RFID-Chips !
walfischbucht | 13. März 2006 — "... Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar hat auf die Bedeutung des Datenschutzes b…
© Liz Collet
Nein, ich meine nicht die aus dem Lebensmittel-Themenbereich, die Sie gestern beispielsweise in dieser knusprigen und würzigen Form in der Suppenküche knuspern konnten oder diese, die aus hauchdünnen ofengebackenen Kartoffelscheiben ebenfalls zu Suppe oder Salat oder als hauchfeine knuspriger Snack z.B. zu diesen Matjes-Löffel-Schmankerl-Schlingeln gute Verführungsdienste leisten. Nein, die Rede ist von anderen Chips. Kleinen und unscheinbaren, meist im Wäschetikett kaschiertem und dort er-spürbarem Chip: sogenannte RFID-Chips in Kleidungsstücken. Sie schlagen Alarm, wenn Sie die Kontroll-Punkte in Läden verlassen und nicht nur in dem Laden, in welchen Sie diese redlich erworben haben. Sondern fast überall in anderen Läden (auch etwa solchen der Elektronikwaren etc) und bescheren Kunden das peinliche Gefühl und Erfahrung, für nix und wieder nix ihre Taschen leeren und reinguggen lassen zu müssen, obwohl sie nur arglos mit der ihnen gehörenden Bekleidung einen Laden betreten oder verlassen. Die Chips schlagen Alarm, die Datenschützer auch, denn die Funkchips können noch mehr: Beispielsweise sogar aus einiger Entfernung ausgelesen werden. Diese elektronischen Chips arbeiten mit Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) und ermöglichen damit Unternehmen, Abläufe im Lager oder bei der Inventur zu vereinfachen. Voraussetzung dafür aber ist, dass eben jeder Chip eine weltweit einmalige Nummer enthält, um berührungslos erfasst und gespeichert und gelesen zu werden. Und schon lassen sich damit auch Bewegungsprofile von Menschen erstellen. Wie sich RFID-Nummern in der Kleidung von Passanten selbst aus einiger Entfernung auslesen lassen, demonstrierten jetzt Aktivisten des Bielefelder Vereins Foebud. Diese monieren nicht, dass Unternehmen die RFID-Technik für Logistik, Inventur und zur Diebstahlsicherung nutzen, aber -zu recht – dass der Chip nach dem Bezahlen an der Kasse entfernt wird. Das aber wird von vielen Bekleidungsläden nicht gemacht, denn das Abschneiden kostet zu viel Zeit, bindet zu viel Personal und so wird das Pflegeetikett an der Kasse ggf. entfernt, wenn die Kundin dies wünsche. Angeblich wollen Kundinnen oder Kunden das lieber selbst machen. Zuhause. Dazu müssten Kunden aber überhaupt erst einmal etwas von der Existenz dieses Chips wissen und was er könne und bewirke. Aus meiner eigenen Erfahrung als Kunde wie auch auf der anderen Seite des Handels und diversen Tätigkeiten dort wage ich zu behaupten, dass [zu] wenige Unternehmen ihre Kunden darüber informieren, noch weniger an Kassen Kunden darauf hingewiesen werden oder es überhaupt wissen.
(Mir persönlich muss das auch keine Mitarbeiterin an der Kasse abnehmen und Etiketten aus der Kleidung schnibbeln – mir genügt, wenn sie mir die Schere in die Hand gibt, wenn ich mal ausnahmsweise keine bei mir habe. – Ja, jetzt würden SIE gern einen Blick in meine Tasch…
» Vollständiger ArtikelErschienen 17. Januar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
walfischbucht | 13. März 2006 — "... Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar hat auf die Bedeutung des Datenschutzes b…
Datenschutzbeauftragter | 17. Januar 2012 — Der Einsatz von RFID-Technologie (Radio Frequency Identification – Identifizierung per Funk) wurde in der vergangenen Zeit …
walfischbucht | 4. Mai 2006 — Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation Center for Democracy and Technology (CDT) hat einen Richtlinienkatalog zur Verwendung…
Internet-Law | 19. Mai 2009 — Die EU Kommission hat zu dem Themenbereich RFID und Datenschutz eine Empfehlung an die Mitgliedsstaaten ausgesprochen. Danach soll…
Lichtenrader Notizen | 20. März 2005 — Die Bundesregierung meint, dass die für künftige EU-Pässe vorgesehenen RFID-Chips fehlerfrei arbeiten würden und die Daten durch V…
JIPS News | 3. April 2008 — RFID-Chips werden in den letzten Jahren immer häufiger verwendet. Sie werden unter anderem in Ausweisen und Pässen, Bankkarten …
Handakte WebLAWg | 15. Januar 2008 — Die britische Regierung erwägt, verurteilten Straftätern RFID-Chips zu implantieren, um so die überfüllten Gefängnisse zu entla…
Lichtenrader Notizen | 30. März 2005 — RiFID.de Logbuch informiert über die Augenwischerei in den uns in der Entwicklung im allgemeinen vorausgehenden USA: In den US-P…
Handakte WebLAWg | 21. Juni 2006 — Kaum ein anderes Thema hat in der Informations- und Kommunikationsbranche in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit erregt u…
Lichtenrader Notizen | 21. April 2005 — RiFID.de berichtet über die Anwendung von RFID-Chips im Klinikum Saarbrücken. An dem gemeinsam mit Siemens Business Services, In…
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