Nigerianisches Öl - Treibstoff für Verbrechen
am 03.11.2005 von http://menschenrechte.blogg.de/
Nigeria / 10. Todestag von Ken Saro-Wiwa
Zehn Jahre nach der Hinrichtung Ken Saro-Wiwas und weiterer acht Menschenrechtsaktivisten in Nigeria leben die Menschen im ölreichen Niger-Delta sehr gefährlich, wenn sie gegen Ölfirmen protestieren oder verdächtigt werden, die Ölproduktion zu behindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai). Bewohner der nigerianischen Ölregion werden immer wieder Opfer schwerer Übergriffe durch nationale Sicherheitskräfte, insbesondere durch die 2004 zum Schutz der Ölfirmen gegründete Joint Task Force. Menschen werden erschossen und vergewaltigt, Häuser und Dörfer zerstört. ai fordert die Regierung Nigerias auf, die Übergriffe unabhängig untersuchen zu lassen. Zehn Jahre nach der Kampagne der Ogoni für ihre wirtschaftlichen und sozialen Rechte beeinträchtigt die Ölproduktion noch immer Lebensverhältnisse und Umwelt der Menschen im Niger-Delta, sagte Mathias John, ai-Experte für Wirtschaft und Menschenrechte. Noch immer ist willkürliche, oft tödliche Gewalt die Antwort des Staates auf die Proteste seiner Bürger. Noch immer leben die meisten Menschen im Delta unter der absoluten Armutsgrenze von einem US-Dollar pro Tag - obwohl sich die Einnahmen der nigerianischen Regierung aus dem Ölgeschäft zuletzt vervielfacht haben.
Am 4. Februar 2005 schoss die Joint Task Force auf Demonstranten vor der Förderanlage Escravos der Firma Chevron. Dabei starb ein Mann, dreißig weitere Demonstranten wurden teilweise schwer verletzt. Weder die Soldaten noch Chevron Nigeria kümmerten sich um die medizinische Versorgung und den Transport der Verletzten. Am 19. …
Indien: Dritter Jahrestag der Gujarat-Massaker
Menschenrechte / Regierung lässt Tausende Täter weiter auf freiem Fuß Fast drei Jahre nach den blutigen Ausschreitungen im westindischen Gujarat sind die Verantwortlichen noch immer auf freiem Fuß. Mehr als 2000 Menschen fielen der Gewalt am 27. Februar 2002 und…
Libanon: Israel hat vorsätzlich zivile Ziele zerstört
Menschenrechte / Die israelische Regierung hat im Libanon-Krieg vorsätzlich zivile Infrastruktur angegriffen, darunter Ziele ohne offenbare strategische Bedeutung. Die Zerstörung Tausender Häuser sowie zahlreicher Brücken, Straßen, Wasserwerke und Treibstofflage…
Nicolas Cage spendet zwei Millionen Dollar für ehemalige Kindersoldaten
Menschenrechte / Der Hollywoodschauspieler und Oscar-Preisträger Nicolas Cage hat zwei Millionen Dollar (rund 1,6 Millionen Euro) an amnesty international gespendet, um ehemaligen Kindersoldaten zu helfen. Die Spende wird Grundlage für eine Stiftung sein, die Reha…
Philippinen: Politische Morde torpedieren möglichen Friedensprozess
Menschenrechte / Auf den Philippinen hat die Zahl der Morde an Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten drastisch zugenommen. Ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) zählt 51 politische Morde allein im ersten Halbjahr 2006 (2005 insges…
Ein verbindliches Bekenntnis zu den Menschenrechten - der Weg zu mehr menschlicher Sicherheit
Menschenrechte / amnesty international Jahresbericht 2006 Berlin, 23. Mai 2006 - Menschliche Sicherheit lässt sich nur erreichen, wenn die Menschenrechte Grundlage allen staatlichen Handelns werden. Das Jahr 2005 hat gezeigt, dass immer mehr internationale und nati…
Die Straße nach Guantánamo beginnt in Pakistan
Menschenrechte / Hunderte Menschen sind in Pakistan verhaftet und, oft ohne jede Grundlage, den USA als Terroristen verkauft worden. Mehr als 85 Prozent der Häftlinge in Guantánamo sind nicht von US-Truppen, sondern von Afghanen und Pakistanis verschleppt und gegen…
