Niedersachsen will Vorgänge um Atomlager auf Bundesebene prüfen

Holzminden (Reuters) - Niedersachsen will die Zustände im maroden Atommüll-Lager Asse auf Bundesebene untersuchen lassen. "Asse ist ein reines Bundesthema.

Wir brauchen eine umfassende Aufklärung", sagte Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Dienstag im niedersächsischen Holzminden. Er werde sich bei der FDP-Bundestagsfraktion dafür stark machen, dass ein Untersuchungsausschuss auf Bundesebene eingesetzt wird. "Auf Landesebene macht das keinen Sinn", sagte er. Denn ein solches Gremium könne nicht die entsprechenden Akten bei den Bundesbehörden einfordern.

Ein vom niedersächsischen Landesparlament eingesetzter Untersuchungsausschuss will ab nächster Woche die Vorgänge in dem zum Atommüllendlager umfunktionierten ehemaligen Salzbergwerk in der Nähe von Braunschweig unter die Lupe nehmen. Asse war vor einem Jahr durch das Auftreten radioaktiv verseuchter Laugen in die Schlagzeilen geraten. Seither wurde zudem bekannt, dass dort nicht nur 126.000 Fässer mit mittel- und schwachradioaktiven Abfällen aus den 1970er Jahren lagern, sondern offenbar auch giftige Pflanzenschutzmittel, Tierkadaver und Strahlenmüll der Bundeswehr. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte zum Januar 2009 die Zuständigkeit für die Asse vom früheren Betreiber, dem Münchener Helmholtz Zentrum übernommen.



Quelle: Reuters (9. Juni 2009)

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Themen: Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Health And Medicine , Heinrich , Strahlenschutz , Bundesamt , Asse , Energy And Resources , Energy Equipment And Services , Nuclear Power

Erschienen 9. Juni 2009 bei http://www.reuters.com.

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