AG Mitte: einen Verkehrsunfall muss man nicht selber regulieren
Mit Fug und Recht | 3. Februar 2011 — M.Schimmel/Pixelio Auch bei eindeutiger Haftung zu Ungunsten eines Unfallgegners muss ein Geschädigter sich nicht selbst mi…
Den gelegentlich zu beobachtenden Tendenzen, die Erforderlichkeit anwaltlicher Vertretung bei Unfällen mit (angeblich) klarer Sach- und Rechtslage in Zweifel zu ziehen, ist das AG Berlin-Mitte (3 C 3385/08 vom 17.o2.2009) mit erfreulich klaren Worten entgegengetreten:
Auch bei Vorliegen einer klaren Haftungslage nach einem Verkehrsunfall ist das Einschalten eines Rechtsanwalts durch den Geschädigten als erforderlich anzusehen, da im Rahmen der Geltendmachung des Schadens viele Rechtsfragen aufgeworfen werden.
Aus den Gründen: In Anbetracht der Vielzahl zu beachtender Rechtsfragen scheint auch bei einem Verkehrsunfall, wo die Haftungsfrage eindeutig ist, inzwischen ein einfach gelagerter Schadensfall kaum noch denkbar, da die Geltendmachung des Schadens als solche mit einer Vielzahl von Rechtsfragen verknüpft ist und damit keineswegs einfach ist. Dies gilt insbesondere, als die Versicherer auf dem Gebiet der Schadensabrechnung spezialisierte Mitarbeiter beschäftigen, so dass ein Geschädigter ohne rechtsanwaltliche Inanspruchnahme nicht einschätzen kann, ob er seinen Schaden zutreffend berechnet und geltend gemacht hat. Fundstellen: SP 2009, 268, ADAJUR #84206
Na also! (Möglicherweise hat das Gericht aber auch selbst einschlägige Erfahrungen)
Kommentare
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