Alle Blogs » Nicht geschlechtsneutrale Stellenanzeige - Keine Entschädigung bei Indizien für unernste Bewerbung

Nicht geschlechtsneutrale Stellenanzeige - Keine Entschädigung bei Indizien für unernste Bewerbung

am 07.11.2006 von andreas-buschmann.net

Ein Arbeitgeber schreibt eine Stelle mit der unzulässigerweise nur Frauen ansprechenden Stellenbezeichnung “Chefsekretärin/ Assistentin” aus. Ein bei der Stellenbesetzung nicht berücksichtigter männlicher Stellenbewerber machte daraufhin wegen geschlechtsbezogener Diskriminierung eines eine Entschädigung geltend. Das Landesarbeitsgericht Berlin hat die Klage Urteil vom 30.03.2006, 10 Sa 2395/05, abgewiesen, weil die Bewerbung Indizien dafür enthalte, dass sie nicht ernst gemeint war.
Das Landesarbeitsgericht Berlin meinte: Ein etwaiger Entschädigungsanspruch gemäß § 611 a BGB setze voraus,

dass der Bewerber sich subjektiv ernsthaft beworben habe und
objektiv für die zu besetzende Stelle in Betracht gekommen sei.

Aus Indizien im Zusammenhang mit einer Bewerbung dürfe das Gericht aber Schlussfolgerungen ziehen. Ein subjektiv ernsthafter Bewerber werde in seiner Bewerbung nämlich alles tun, um ein positives Bild von seiner Person und seinen – auf die Stellenbeschreibung bezogenen - Fähigkeiten abzugeben. Gegen eine subjektiv ernsthafte Bewerbung …

Zur Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Diskriminierung bei der Einstellung

Recht und Alltag / Das Landesarbeitsgericht Berlin hat in einer Entscheidung vom 30.03.2006 (Az.: 10 Sa 2395/05) eine Klage auf Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Diskriminierung eines Stellenbewerbers bei der Einstellung (§ 611 a BGB) abgewiesen. Der – männ…

Entschädigung abgelehnt: Diskriminierung!

Handakte WebLAWg / Das LAG Berlin hat in einer Entscheidung vom Donnerstag, d. 30.03.2006 eine Klage auf Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Diskriminierung eines Stellenbewerbers bei der Einstellung abgewiesen. Der – männliche – Bewerber hatte sich auf eine…

Entschädigung wegen Diskriminierung abgelehnt

Rechtblog / Wie das Handelsblatt berichtet, hat das Landesarbeitsgericht Berlin der Klage eines Bewerbers nicht entsprochen: Das Landesarbeitsgericht Berlin hat in einer aktuellen Entscheidung eine Klage auf Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Diskriminier…

Im Zuge der sogenannte Reform Harz IV auf Bahnhofspennerniveau verharzt

Rechtblog / Mit solchen Ausführungen in einer Bewerbung versuchte ein Kollege für sich Ansprüche aus dem AGG abzuleiten. Erfolglos zum Glück. Das LARbG Baden Württemberg hat wie folgt hierzu ausgeführt: Eine Benachteiligung im Sinn…

LAG Baden-Württemberg zur rechtsmissbräuchlichen Bewerbung - AGG-Hopper, Beschluß vom 13.8.2007, 3 Ta 119/07

Arbeitsrecht-Blog.de / Der Bewerber um einen Arbeitsplatz kann sich dann nicht auf eine Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen, wenn es an einer subjektiv ernsthaften Bewerbung fehlt. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hatte am…

Diskriminierung wegen des Geschlechts - Entschädigung

Die herrschende Meinung / Die beteiligten Parteien haben ihren Streit wegen Diskriminierung eines abgelehnten Bewerbers wegen des Geschlechts durch Vergleich vor dem Amtsgericht Krefeld beigelegt. Beim Arbeitsgericht Krefeld verlangte ein abgelehnter Bewerber Entschädi…

AGG - Keine Entschädigung bei nicht ernst gemeinter Bewerbung

Handakte WebLAWg / Abgelehnte Bewerber haben trotz einer gegebenenfalls in diskriminierender Form verfassten Stellenausschreibung bei einer nicht ernst gemeinten Bewerbung keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (kurz: AGG). Dies…

Arbeitsgericht Stuttgart: Signifikante Statistik als Indiz für Diskriminierung wegen des Geschlechts - Urt. v. 26.4.2007, Az. 15 Ca 11133/06

AGGblog.de / Gemäß § 3 Abs. 2 AGG liegt eine unzulässige mittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts vor, wenn dem Anschein nach ein neutrales Verfahren eine Person wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes in besonderer Weise benachteiligen kann. Das Gl…

Einstellung

JuracityBlog / Als Einstellung wird in der Umgangssprache die Begründung eines Arbeitsvertrages zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer bezeichnet. Bewerbung und Bewerbungsverfahren Der Einstellung geht die Bewerbung (ggf. Initiativbewerbung) voraus, auf…

LAG: Behinderung muss anerkannt sein

Handakte WebLAWg / Eine Schwerbehinderung kann bei einer Stellenbesetzung nur dann berücksichtigt werden, wenn sie behördlich anerkannt ist. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt der Bewerbung. Wird die Behinderung erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist festgestellt, h…

Stewardess als zu alt abgelehnt - 4000 Euro Entschädigung

andreas-buschmann.net / Die Lufthansa lehnte die Einstellung einer 46-jährigen Stewardess wegen ihres Alters als “nicht zumutbar” ab. Die Ablehnung der Bewerberin als “zu alt” wird teuer: Das Arbeitsgericht Frankfurt (11 Ca 8952/06) hielt 4000 E…

» Suche in den JuraBlogs

Der Autor und sein Blog

RA Andreas Buschmann

Arbeitsrecht von A-Z Ratgeber, Urteile & Nachrichten zum Arbeitsrecht von Rechtsanwalt & Fachanwalt für Arbeitsrecht Andreas Buschmann, Berlin. Auf dieser Website finden Sie Fakten zu den Schwerpunkt-Themen: Arbeitsvertrag, Befristung, Gleichbehandlung,

» andreas-buschmann.net

» Aktuell in den Lawblogs

» Top-Meldungen

» TOP-Meldungen per E-Mail

Infos zum kostenlosen Service »