Nice people take drugs

Mit der Kampagne “Nice people take drugs” will die gemeinnützige Organisation für Drogen und Menschenrechte Release den Umgang mit Drogen von Stigmatisierung befreien und eine offene Debatte über sichere und effektivere Drogenpolitik eröffnen.

Der leitende Geschäftsführer der Organisation sagte: “The Nice People Take Drugs campaign is about getting people to think about drug use in our society and for politicians to stop being so frightened of having an open debate on how to more effectively deal with the current situation. I am deeply concerned.” (Guardian)

Release ist bekannt dafür, in der Öffentlichkeit vorherschende Meinungen anzugreifen. Bei ihrer letzten Werbekampagne wurde hierfür ein Londoner Bus mit einem Plakat (s.o.) versehen. Drogenknsum in der Gesellschaft stellt keine Ungewöhnlichkeit dar. Immerhin haben 10 Mio aller Briten in ihrem Leben Cannabis und nach Angaben der European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction jeder achte Kokain konsumiert.

Die desaströsen Konsequenzen die Drogengebrauch aller Art in geringen Prozentsätzen dabei mit sich bringt, wird wird dadurch keineswegs verleumdet. Aber auch deshalb muss ein gesunder Umgang mit Drogen, gerade in den Bereichen Politik und Public Health, gefördert werden, um den Menschen akzeptierend und nicht stigmatisierend entgegenzutreten. Eine Kultur der Angst vor Drogen verhindert sachliche Debatten in der Drogenpolitik. (Guardian)

Henner Hess beschreibt in einem seiner Artikel nicht nur die negativen Auswirkungen einer unsachgemäßen Drogenpolitik auf die Gesundheit sondern auch auf die Glaubwürdigkeit des Staates, Ökonomie oder (organisierte) Kriminalität.

(H. Hess, Repression oder Legalisierung? Ein drogenpolitisches Nachwort, in: Wese, Bernd (Hrsg.): Drogenmärkte. Strukturen und Szenen des Kleinhandels, Frankfurt: Campus 2008, 375-400)

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Themen: UK , Drogen , Frankfurt , Londoner , Kokain , Kampagne , Briten , Plakat


Erschienen 4. Juli 2009 auf http://criminologia.de.

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Chief executive of Release, the charity behind the adverts, accuses advertising regulators of censorship. By Mary O'Hara


The drugs do work – for a lot of people | Society | guardian.co.uk

One in three adults in the UK have taken them, as have the last three US presidents, so it's time to remove the stigma around drugs, and talk openly towards more effective, safer policy


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