Neutralität in der Mediation

Die Neutralität/Allparteilichkeit des Mediators ist einer der Kernpunkte der Mediation. Dies bedeutet, dass der Mediator inhaltlich neutral bleibt. Der Mediator – auch der anwaltliche Mediator – wird keine eigenen Lösungsvorschläge einbringen. Er wird auch Lösungsvorschläge der Konfliktbeteiligten nicht kommentieren oder bewerten.

Der Mediator muss sich immer wieder selbst hinsichtlich seiner Neutralität überprüfen und kritisch hinterfragen. Nicht zuletzt deshalb sollte ein Mediator Supervision in Anspruch nehmen, um seine Tätigkeit auch zu überprüfen. Hilfreich ist auch eine Co-Mediation, da zwei Mediatoren sich gegenseitig auf die Einhaltung der Neutralität beobachten können. Deshalb führen wir gerade Trennungs- und Scheidungsmediation in der Form der Co-Mediation durch, um auch die Neutralität auch in bezug auf die Geschlechterrollen zu gewährleisten.

Um die Neutralität zu gewährleisten wird ein Mediator mit den Konfliktparteien ausschließlich im Rahmen der Mediationssitzungen über die Mediationsthemen sprechen. Dies wird den Teilnehmern an der Mediation in der Regel auch im Erstgespräch erklärt. Ein Anwaltsmediator darf ohnehin eine Mediationspartei nicht in Angelegenheiten vertreten, die mit der Mediation zusammenhängen. Aber auch andere Mandate eines Beteiligten der Mediation sollte der Anwaltsmediator nicht ohne Kenntnis und Einwilligung der anderen Teilnehmer der Mediation übernehmen, um den Anschein der Parteilichkeit zu vermeiden. Mediation lebt vom Vertrauen der Beteiligten in die Neutralität des Mediators.

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Themen: Mediation , Supervision , Mediator

Erschienen 19. September 2009 auf http://www.ra-braune.de/Wordpress.

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