Neues zur Debatte um “Jura Bolognese”

Einmal mehr widmet sich die FAZ dem Thema “Bologna für Juristen” und lässt dabei in ihrer heutigen Ausgabe unter “Staat und Recht” den ehemaligen Präsidenten des Hessischen Justizprüfungsamtes Herrmann Stephan zu Wort kommen. Dieser hält das Referendariat für eine “teure Zeitverschwendung” und fordert, die Chancen des Bologna-Prozesses für die Juristenausbildung zu sehen, die unter anderem in einer “Beseitigung des Repetitorenunwesens” und der “Ausschaltung von Zufallsfaktoren” liegen könnten.

Zutreffend kritisiert er den von Bologna-Gegnern gebetsmühlenartig wiederholten Mythos vom Einheitsjuristen:

In einer komplex und differenziert gewordenen Rechtswelt gibt es heute nicht mehr den Einheitsjuristen mit einer gleichmäßigen, einheitlichen Befähigung auf allen zentralen Rechtsgebieten. Schon heute setzen Juristen ganz unterschiedliche Ausbildungsschwerpunkte.

Auch der von ihm geäußerte Gedanke, dass die Qualität der deutschen Juristenausbildung nicht zwangsläufig mit dem Staatsexamen verbunden ist, ist meines Erachtens nicht von der Hand zu weisen.

(Herrmann Stephan, “Teure Zeitverschwendung. Bologna bringt für Juristen nur Vorteile.”, FAZ Nr. 96 vom 24.04.2008, S. 8)

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Themen: Juristisches , Jura , Herrmann , Bologna , Bologna Prozess Jura

Erschienen 24. April 2008 auf http://www.unfehlbar.net.

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