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Neue Theorie im Polonium-Mordfall Litwinenko

am 17.12.2006 von http://www.strafblog.de

Eine neue Theorie über die Hintergründe des Mordfalls Litwinenko hat rp-online veröffentlicht. Der heute in den USA lebende frühere russische Geheimdienstmann Juri Schwez hat angegeben, dass Litiwinenko in Besitz eines achtseitigen Geheimdossiers über eine ranghohe Persönlichkeit im Kreml gewesen sei, das er am 1. November, dem mutmaßlichen Tag seiner Vergiftung, dem Ex-KGB-Mann Andrej Lugowoi gezeigt habe. Er, Schwez, habe zusammen mit Litwinenko für Firmen, die an Investitionen in Russland interessiert seien, vertrauliche Informationen zusammengestellt. Das Dossier sei jetzt in den Händen der britischen Polizei.

Um welche ranghohe Persönlichkeit es sich handelt, sagte Schwez nicht. Er gehe aber davon aus, dass das Lugowoi gezeigte Dossier Auslöser für die Polonium210-Vergiftung gewesen sei, an der Litwinenko am 23.11. verstarb. Seine Theorie sei nicht 100 Prozent sicher aber immerhin höchst wahrscheinlich, meint Schwez.

Lugowoi hatte dem gegenüber am Freitag betont, er sei in der Sache nur als Zeuge und nicht als Beschuldigter vernommen worden. Was so alles gesagt werde, sei reine Medienhysterie.

Autor: RA Rainer Pohlen

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