Neue Details im Fall der “liebeskranken Astronautin” Lisa Nowak
am 11.04.2007 von http://www.strafblog.de
Immer bizarrer wird laut n-tv.de der Fall um die “liebeskranke” frühere NASA-Astronautin Lisa Nowak, die Anfang Februar 2006 ihre Nebenbuhlerin um die Gunst des Astronauten-Kollegen William Ofeleien, Colleen Shipman, mit Pfefferspray attackiert und angeblich versucht hatte, diese zu entführen. Nachdem zunächst auch versuchter Mord in Rede gestanden hatte, ist Nowak inzwischen wegen versuchter Entführung, Körperverletzung und bewaffneten tätlichen Angriffs angeklagt. Sie selbst hat bei ihrer richterlichen Anhörung auf “nicht schuldig” plädiert.
Die Staatsanwaltschaft des Staates Florida habe am Dienstag insgesamt 60 Dokumente mit detaillierten Angaben über die am Tattag im Fahrzeug und im Rucksack der Angeklagten gefundenen Gegenstände veröffentlicht, heißt es in dem ntv-Bericht. Unter anderem sei neben den bislang bekannten Utensilien, darunter eine Luftdruckpistole, ein Klappmesser und eine Perücke, auch eine Computer-Disk mit Nacktfotos gefunden worden, die größtenteils eine Frau in Fessel-Sexszenen zeigten. Ob es sich hierbei um Nowak selbst handele, sei nicht mitgeteilt worden. Britische Pfund im Gegenwert von mehreren hundert US-Dollar habe sie noch bei sich gehabt sowie Aufzeichnungen über die Lage des Wohnhauses der Rivalin, dazu einen Bohrer, 69 orangefarbene Tabletten und ein Bündel von Liebesbotschaften, die Oefelein und Shipman per E-Mail ausgetauscht hatten.
Ach ja, chinesische Glückkekse habe die Frau, die im vorigen Jahr noch mit der “Discovery” die ISS-Raumstation besucht hatte, in Gepäck gehabt, einer davon mit dem Orakel: “Der kommende Monat bringt Veränderungen in Ihrem Leben.”
Seit ihrer vorübergehenden Festnahme muss Nowak, die gegen 25.000 Dollar Kaution auf freien Fu gesetzt wurde, elektronische Fußfesseln tragen und darf sich ihrer Rivalin nicht nähern. Nowaks Anwalt Donald Lykkebak beharrt laut n-tv.de darauf, dass seine Mandantin nur mit Shipman habe reden wollen und nie geplant habe, sie zu entführen. Man wird sehen, ob er die Geschworenen im Prozess von dieser Version überzeugen kann. Ansonsten droht ihr eine langjährige Strafe.
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