Neue Bedenken gegen Pläne zur Zinsbesteuerung
am 27.09.2006 von http://www.steuerrechtblog.de
Wie das Handelsblatt gestern berichtete haben sich bei den Plänen zur Einführung neue Probleme ergeben. Diese wurden ersichtlich, nachdem Beamte des Bundesfinanzministeriums und von vier Länderfinanzministerien verschiedene Modelle einer Zinsbesteuerung auf 1.000 reale Unternehmensteuerfälle angewendet hatten. Dabei hat sich ergeben, dass gerade im Bereich eines niedrigen, geradezu gegen Null gehenden Gewinns, das zuletzt als konsensfähig geltende Modell einer “Zinsschranke” die betroffenen Unternehmen am stärksten belastetet.
Das von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bevorzugte Modell “Hinzurechnung” dagegen schneidet vor allem bei hoher Fremdfinanzierung schlecht ab. Wie das Handelsblatt weiter berichtete, war aus einem ostdeutschen Finanzministerium zu vernehmen, dass mindestens 20 % der Unternehmen bei jeder Form der Zinsabzugsbeschränkung ernsthaft Probleme bekämen: Wegen ihrer Eigenkapitalschwäche finanzieren sie sich zu extrem hohen Anteilen aus Krediten. Nur hohe Freibeträge oberhalb einer Million Euro könnten dies verhindern. Diese hohen Freibeträge würden jedoch den Finanzierungseffekt der Änderung konterkarrieren, da die Pläne den Staat maximal fünf Milliarden Euro kosten sollen.
Hintergrund der Diskussion (aus der Meldung des Handelsblatt):
“Kernpunkt der zum 1. Januar 2008 geplanten Unternehmensteuerreform ist eine deutliche Senkung der Steuerlast für AGs und GmbHs von heute knapp 39 Prozent auf gut 29 Prozent. Die Steuerausfälle will die Koalition auf fünf Mrd. Euro begrenzen. Außerdem will sie es internationalen Konzernen erschweren, über interne Kredite Gewinne in Niedrigsteuerländer zu verlagern. Diskutiert werden in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Leitung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) mehrere Modelle. Sie sollen die heute uneingeschränkte Abzugsfähigkeit von Zinskosten begrenzen. Steinbrück hatte sich dabei von seinem ursprünglichen Vorhaben, einen Teil der Zinskosten zum Gewinn zu addieren, bereits verabschiedet …
Steinbrück: Keine höhere Entlastung als fünf Mrd.
STEUERRECHT / Nach einer Meldung im Handelsblatt kann die deutsche Wirtschaft im Zuge der geplanten Unternehmenssteuerreofrm maximal mit einer Entlastung von fünf Mrd. Euro rechnen. Dies erklärte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Dienstag auf dem…
Abgeltungssteuer erst 2009?
STEUERRECHT / Die geplante Abgeltungssteuer als Teil der Unternehmensteuerreform soll noch doch wohl erst 2009 eingeführt werden und dann direkt mit 25%. Nicht wie bisher geplant bereits 2008 und dann bis 2009 stufenweise mit 30%. Meldung im Handelsblatt vom 0…
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STEUERRECHT / Nach einer Meldung des Handelsblatts soll im Laufe der Woche eine Einigung in Sachen Unternehmenssteuerreform in der großen Koalition gefunden werden. Am 2. November (Donnerstag) trifft sich die Arbeitsgruppe um Bundesfinanzminister Peer Steinbrüc…
Eckpunkte der Unternehmenssteuerreform lassen weiter auf sich warten
STEUERRECHT / Nach einer Meldung des Handelsblatt konnte auch eine weitere Gesprächsrunde führender Finanzpolitiker der Koalition am Montagabend keine weiteren Eckpunkte für die geplante Reform der Unternehmensbesteuerung zu Tage bringen. Bundesfinanzminister P…
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Droht Steinbrück SPD mit Rücktritt!?
STEUERRECHT / Nach einer Meldung des Handelsblatts hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, SPD, seiner Partei in der letzten Sitzung des Parteirates indirekt mit seinem Rücktritt gedroht, sollte die Partei die Pläne zur Reform der Unternehmensbesteuerung nich…
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» Unternehmenssteuerreform - Bedenken gegen die Zinssteuerpläne wachsen - Handelsblatt.com: Politik: Deutschland
Die Unternehmensteuerreform muss offenbar doch noch größere politische Hürden nehmen, als Spitzenpolitiker von Union und SPD zuletzt glauben machten. Das Kanzleramt fürchtet die höhere Belastung kleiner Mittelständler. …
