Nackte Frauen auf 300-Euro-Schein hätten stutzig machen müssen

Mal ehrlich: Haben Sie schon einmal einen 300-Euro-Schein in den Händen gehabt, der als Motiv nackte Frauen zeigte? Solches ist jedenfalls einer Bäckereiverkäuferin widerfahren, die den Schein vor ihrer Bäckerei gefunden haben will und dann damit auf Einkaufstour ging. Einen Wasserkocher wollte sie damit in einem Düsseldorfer Kaufhaus bezahlen, aber der Kassiererin fiel die ungewöhnliche Banknote auf. Das brachte der Kundin laut focus-online wegen eines Geldfälschungsdelikts ein Verfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht ein. Sie habe den Schein für echt gehalten, meinte die Angeklagte. Normalerweise habe sie allenfalls mit 50-Euro-Noten zu tun, verteidigte sie sich, größere Scheine kenne sie gar nicht. Die Papierqualität des Geldscheins sei täuschend echt, meinten Experten in der Verhandlung. Der Nennwert von 300 Euro und das Motiv hätten die Frau allerdings stutzig machen müssen, meinten sie, und das sahen wohl auch die Richter so. Sie zeigten sich jedoch gnädig und stellten das Verfahren schließlich gegen Zahlung einer Geldauflage von 500 Euro ein. Ob auch der Tatbestand der Fundunterschlagung erörtert wurde, ergibt sich aus dem Bericht nicht. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Frauen , Kaufhaus , Schein , Nackte , Nackte Frauen

Erschienen 27. Januar 2007 auf http://www.strafblog.de.

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