Nachweis der Arbeitsfähigkeit muss durch Arbeitnehmer erbracht werden

Das Arbeitsgericht Iserlohn hat in einem Urteil entschieden (Az.: 4 Ca 1444/10), dass ein berufsunfähiger Arbeitnehmer, der wieder arbeiten will, belegen können muss, dass er wieder gesund ist. Die alleinige Behauptung des Arbeitnehmers reiche hierfür nicht aus. Im Zweifel benötige er ein ärztliches Attest, das die Arbeitsfähigkeit bescheinigt.

Dem Urteil lag die Klage eines Arbeitnehmers zugrunde, der eineinhalb Jahre arbeitsunfähig gewesen war. Nachdem die Krankenkasse ihn ausgesteuert hatte und er Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) beantragen musste, wollte er seine Tätigkeit wieder aufnehmen und teilte dies seinem Arbeitgeber mit. Hierbei erklärte er, dass seines Erachtens seine Gesundheit insoweit wieder hergestellt sein, dass er seiner Tätigkeit wieder nachgehen könne. Diese Aussage reichte dem Arbeitgeber nicht aus, da seiner Ansicht nach der Arbeitnehmer weiterhin arbeitsunfähig sei. Die Wiederaufnahme der Beschäftigung wurde daher durch den Arbeitgeber abgelehnt.

Daraufhin erhob der Arbeitnehmer Klage auf Lohnzahlung, di…

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Themen: Arbeitsgericht , Sgb II , Hartz IV , Zweifel , Arbeitnehmer , Arbeitsunfähigkeit , Nachweis , Lohnzahlung , ärztliches Attest , Arbeitsfähigkeit , Arbg Iserlohn , Aussteuerung Krankenkasse
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht

Erschienen 26. Oktober 2011 auf http://rechtsanwaelte-wuerzburg.de/aktuelles.

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