Nachbarschaftspost
Die Abzocker werden immer dreister. Soeben erhalte ich einen Anruf (ohne Nummer) und eine Computerstimme teilt mir mit, dass eine Nachricht für mich bereit liege. Ich soll auf die Seite www.nachbarschaftspost.com gehen und den code 417 eingeben.
Mach ich natürlich nicht, aber ich schau mir die Seite wenigstens an.
Anbieter ist die Connection Enterprises Ltd. mit Sitz auf den British Virgin Islands.
Wiedermal ist die Tatsache, dass man beim Anmelden ein kostenpflichtiges Abo abschließt, schwer zu finden. Gleich auf der ersten Seite steht der Preis für das Zweijahresabo nach der vierzehntägigen Probezeit. Kann man aber leicht übersehen, weil man es dort nicht vermutet und dunkelgrau auf hellgrau nicht wirklich …
» Vollständiger ArtikelKommentare zu "Nachbarschaftspost":
hatte eben genau diesen Unsinn auf meinenm Anrufbeantworter und habe spaßeshalber mal in die AGB geschaut.
Absoluter Betrug!
Finger weg!
Die Frage ist, ob man da jemanden verklagen könnte?
bei mir versuchen sie es auch.Ich war so dumm und habe sie angeklickt.Habe mit Rechtsanwalt gedroht,nur die lassen nicht locker.Mal sehen was kommt
Sammelklage? Klaus
gruß
erwin
Ich gestehe: Das ist mir noch nie passiert vorher.
Wie bitte habt ihr euren Widerruf formuliert?
Ich hab zwar schon eine Vorstellung, aber mich würde doch ein Widerruf interessieren, der "mit Bedauern" zur Kenntnis genommen wird.
MfG Elisabeth
hier mein widerruf hoffe dir damit geholfen zu haben
gruß erwin
Servicecenter Europa
(für Firma "netsolution FZE")
Bahnhofstrasse 33
CH - 8620 Wetzikon
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit widerrufe ich mit sofortiger Wirkung ein ggf. heute oder wann auch immer zustande gekommenes Vertragsverhältnis.
Ein solches abzuschließen war zu keiner Zeit beabsichtigt – es geschah, aufgrund Ihrer gezielt irreführenden Vorgehensweise (hinterlassene Nachricht auf unserem Anrufbeantworter: „wichtige Nachricht für Sie“ usw.) unfreiwillig. Um an die vermeintlich „wichtige Nachricht“ zu gelangen, wurde ich gebeten auf Ihrer Homepage die zwingende Eingabe bei allen Datenfeldern (Name, Vorname, Telefonnummer, eMail-Adresse und die Setzung eines Hakens bei Datenschutzbestimmung und AGB zum Zeichen meines Einverständnisses) vorzunehmen und dort auch den auf dem Anrufbeantworter hinterlegten Code einzugeben.
Es wurde der Anschein von Ihnen dadurch erweckt, dass man Daten benötige, um prüfen zu können, ob es sich bei dem Abfragenden um den richtigen Empfänger der „Nachricht“ handele. Stattdessen gab es aber keine Nachricht sondern eine Mail mit dem einleitenden Wortlaut:
„Wir freuen uns, dich als neues Mitglied in der Nachbar Community begrüßen zu dürfen. Klicke auf den nachfolgenden Link, um dein Profil zu erstellen. Nur so können wir die passenden Kontakte aus deiner Nachbarschaft und Umgebung für dich selektieren.“
Dem unscheinbaren Link zu Ihren schlecht leserlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) - und dort unter der Ziffer 2.1 – habe ich dann entnommen, dass ich u. U. bereits einen Vertrag abgeschlossen habe könnte (s.u.).
In Deutschland nennt man so etwas „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ um so an Daten zu gelangen, die sich vielleicht zu Geld machen lassen (Stichwort „Werbeeinverständnis“); man kann es aber auch einfach als „Betrugsversuch“ bzw. „Abzocke“ bezeichnen, da Sie darauf spekulieren, dass die sogenannten “Neuen Mitglieder in der Nachbar Community“ erst nach Ablauf der Widerruf-Frist und der ersten Präsentation einer Rechnung durch Sie bemerken, dass sie ein Vertragsverhältnis begründet haben. Übrigens sind Werbemaßnahmen via Telefon – und damit fing es ja in meinem Fall an – unzulässig; daher geht dieses Schreiben in Kopie auch an die Bundesnetzagentur.
FAZIT:
Ich untersage Ihnen hiermit jegliche (!) Verwendung meiner persönlichen Daten und fordere Sie auf, diese Daten sofort zu löschen!! Es werden von mir keinerlei Zahlungen an Sie geleistet werden! Mir von Ihnen per Mail mitgeteilte Passwörter wurden nicht benutzt; gleiches gilt für darin enthaltene Links.
Unterschrift
Das liest sich gut und ich werde mein Schreiben ein wenig verlängern :-) Bei der von mir angegebenen Adresse handelte es sich um eine dieser Fun Mailadressen, die ich schlichtweg gelöscht habe und die Absendeadresse der besagten Fa. gelöscht.
Kann ich davon ausgehen, dass mein Internetanbieter meine persönlichen Daten nicht weitergibt?
Weiß eventuell jemand, wie das von gmx gehandhabt wird?
Ich bin nun auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Aussitzen kann ich ganz gut und gegen Einschüchterungsversuche bin ich sozusagen resistent ;-)
Schönen Tag noch -
Elisabeth
Betr.: Ihre telef. Belästigung mit anschließendem Veruch der widerrechtlichen Abzocke.
Ich habe schon viele Belästigungen in Form von Telefonterror erlebt, die hier vorliegende Frechheit allerdings stellt alle vorangegangenen Erfahrungen in den Schatten.
Ich erhalte eines Tages einen Anruf, bei dem offensichtlich ein Tonband abgespielt wird, das mir mitteilt, ich hätte eine wichtige Nachricht von der Nachbarschaftspost erhalten, die ich unter Verwendung einer Code-Nummer, die mir mitgeteilt wird, im Internet abrufen kann. Ich kenne weder die "Nachbarschaftspost", noch erwarte ich eine wichtige Nachricht, gehe jedoch ins Internet, um mir anzusehen, was das Ganze soll. Meine Ernüchterung folgt auf dem Fuß, als ich erkennen muss, dass dies nur eine hinterhältiger- wenn auch raffiniert eigefädelter - Trick ist, mit dem jemand verscucht, Menschen für eine obskure Sache zu werben. Natürlich gibt es keine wichtige Nachricht für mich. Daraufhin schließe ich diese Internetseite, und der Fall ist für mich abgeschlossen. Heute erhalte ich eine e-mail mit der Mitteilung, ich solle innerhalb der nächsten 7 Tage einen Betrag vo 54,00 € für irgendetwas entrichten, was ich nie genutzt und wofür ich nie einen Vertrag unterschrieben habe. Ich fordere Sie auf, in Zukunft derartig hinterhältige Versuche, Menschen abzuzocken zu unterlassen. Ic behalte mir außerdem vor, juristische Schritte gegen Sie unternehmen.
M.H.
Die e-mail ging an invoice@nachbarschaftspost.com
Bin gespannt, ob sie ankommt und eine Antwort erfolgt!
Manfred Heiduk
Haben wohl genug!
ich bin auch darauf reingefallen!
habe jetzt schon die zweite rechnung per email bekommen aber bis jetzt alles ignoriert!
ich bin mir nur nicht mehr sicher ob ich damals meine adresse angeben hab!
weil einen brief hab ich bis jetzt micht!
muss man denn so ein schreiben überhaupt hinschicken? oder ist es auch ohne eh nicht rechtskräftig?
außerdem haben sie behauptet, sie hat ne falsche adresse angegeben, was nicht stimmt und sie hätten diese über die IP nummer ermittelt. ich muss schon sagen diese jungs sind nicht schlecht und machen ordenlich druck.
allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie jemals vor einem deutschen gericht gewinnen. meines wissens gibt es diese schweizer adresse nicht und dubai ist weit weg. den widerruf würde ich allerding nicht so formulieren, da er ja formaljuristisch einräumt, dass ihr einen vertrag abgeschlossen habt. lieber alles abstreiten.
das traurige an der sache ist nur, dass die mit so einer masche sicherlich ein haufen kohle eingenommen haben, da sie genug leuten angst gemacht haben. da merkt man wieder, in was für einer bschissenen welt wir leben. wo werte nichts mehr zählen. statt denen die konten zu sperren streitet sich die justiz jahrelang ob nun ein betrug vorliegt oder nicht und bis dahin sind die burschen längst weitergezogen oder haben sich was neues ausgedacht.
bin auch drauf reingefallen und hab zu allem Überfluss auchnoch mein e-Mail Konto nach einmaligem reingucken nichtmehr geöffnet, da es ein Spam-Account ist.
Jetzt hab ich einen Brief bekommen (Adresse haben sie von der IP ermittelt), in dem sie 54,- fordern.
Ist dagegen noch vorzugehn oder muss ich denen jetzt mein Geld in den Rachen werfen?
Schöne Grüße,
Karl
auch wir haben solch ein Schreiben (Mahnung!) an unsere Postadresse erhalten. Da es keine vernünftige Adresse der Firma gibt (Connection Enterprise Ltd - Nachbarschaftspost K4069 / 03620), läßt sich natürlich auch kein Einschreiben schicken. Hat jemand Erfahrung mit der E-Mailadresse der Firma: invoice@nachbarschaftspost.com, ob von denen eine Antwort auf den Wiederruf kommt und was die günstigste Form des Widerrufes ist?
über eine Nachricht würde ich mich freuen
Wolfgang
drückt mir die daumen
Per Post sogar - und der ist nun ganz unschuldig - und da wir nicht den selben Rechner benutzen muss ich ja auch nichts machen.
Ehrlich gesagt bin ich schon neugierig, was nun noch so geschickt wird. Einen wunderbaren Brief bewahre ich mir auf für die Steigerung. Und glücklicherweise bin ich mit zwei sehr guten Rechtsanwälten befreundet :-)
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