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Nach missglücktem Halloween-Streich: Drei Kinder verklagt

am 22.03.2008 von schreibmaschine

Fast 12.000 Euro fordert ein Mann aus Bischbrunn (Main-Spessart-Kreis) von drei Kindern aus dem Ort, die für seine schwere Knieverletzung verantwortlich sein sollen. Der Mechaniker macht geltend, auf einem Brause-Cola-Gemisch ausgerutscht zu sein, das eine Gruppe Kinder am Halloween-Abend 2006 an seine Tür geschüttet haben. Am Mittwoch trafen sich die Parteien zur vierstündigen Beweisaufnahme vor dem Würzburger Landgericht. „Meine Prozesse laufen ruhig und sachlich ab, hier wird der Ball flach gehalten“, ermahnte Einzelrichter Dr. Claus Barthel die Rechtsanwälte der Kontrahenten gleich zu Beginn. Die Juristen hielten sich weitgehend daran. Aus der teilweise aufgebrachten Stimmung im Zuhörerraum läßt sich aber schließen, dass die Folgen des Halloween-Streichs dem dörflichen Frieden in Bischbrunn geschadet haben. Am Abend des 31. Oktober 2006 war ein gutes Dutzend Kinder im Ort unterwegs, um nach guter amerikanischer Tradition an den Haustüren nach Süßigkeiten zu fragen. Bei dem Kläger, selbst zweifacher Familienvater, waren sie dabei an der falschen Adresse: An Stelle von Bonbons und Gummibärchen erhielten sie nur unfreundliche Worte aus der Sprechanlage. Das wollten die Kinder nicht auf sich sitzen lassen. Getreu dem Halloween-Motto „Süßes oder es gibt Saures“ heckten sie einen Streich aus, um sich an dem unfreundlichen Nachbarn zu rächen. In einem Bauwagen wurde aus Brausepulver und Cola ein unappetitliches Gemisch angerührt, das von der Polizei und vor Gericht als „Brausepampe“ bezeichnet wurde. Eines der Kinder – nach der bisherigen Beweisaufnahme wohl der Älteste der drei Beklagten – schüttete die Brausepampe dann gegen die Haustür des Klägers. „Er sollte klebrige Hände bekommen“, lautet …

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Der Autor und sein Blog

Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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