Angeklagter im Holzklotz-Verfahren schweigt
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Zwei Monate nach dem tödlichen Holzklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke in Niedersachsen scheint die Tat weitgehend geklärt. Polizei und Staatsanwaltschaft meldeten am Mittwoch, es sei ein Tatverdächtiger ermittelt worden und kündigten nähere Informationen für eine Pressekonferenz am Abend an. Medienberichten zufolge soll der Verdächtige ein 30-jähriger Mann aus Rastede sein, der kurz nach der Tat bereits als Zeuge ausgesagt und von dem Holzklotz berichtet haben soll. Demnach ist der Mann bereits festgenommen und hat ein Geständnis abgelegt. Bei ihm handelt es sich den Berichten zufolge um einen gebürtigen Kasachen, der als drogenabhängig gilt.
Laut der in Oldenburg erscheinenden “Nordwest-Zeitung” soll er sich wenige Wochen nach der Tat als Zeuge zur Verfügung gestellt und behauptet haben, der Holzklotz habe schon Stunden vor der Tat auf der Fahrbahn gelegen. Nach Informationen der in Münster erscheinenden “Westfälischen Nachrichten” hatte der Mann dagegen bereits unmittelbar nach Tat als Zeuge erstmals von dem Holzklotz berichtet. Die Polizei habe diese Aussage ausgewertet und bei der späteren Prüfung Widersprüche gefunden. Diese habe der 30-Jährige bei einer weiteren Vernehmung nicht entkräften können. Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg wollte zu diesen Berichten keine Stellung nehmen und verwies auf die Pressekonferenz am Abend. In der offiziellen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft hieß es lediglich, die Sonderkommission “Brücke” habe neue Erkenntnisse gewonnen: Ein Tatverdächtiger sei ermittelt worden. (…)
Quelle: FAZ vom 21.05.2008
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