Vertrauensfrage macht Neuwahlen
Handakte WebLAWg | 1. Juli 2005 — Am Freitag, 1. Juli hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die Vertrauensfrage vor dem Deutschen Bundestag gestellt. Damit will der…
Vorgezogene Neuwahlen für den Fall, dass der Bundespräsident zurücktreten sollte? Das will Medienberichten zufolge Frau Nahles. Deren aktuelle Bedeutung in der SPD auf den Betrachter eher unklar und diffus wirkt. Dass SPD-Chef Gabriel nach deren Forderung schleunigst verlautbaren lässt, die SPD werde „keine weiteren Forderungen wie etwa die nach Neuwahlen erheben. Die SPD wollte und will keinen parteipolitischen Streit um das Amt des Bundespräsidenten“ - klingt zwar auf den ersten Blick generös, ist es aber nicht. Die SPD KANN nämlich solche vorgezogenen Neuwahlen gar nicht fordern.
Nach dem Grundgesetz gibt es nur zwei Möglichkeiten, welche die zu vorgezogenen Neuwahlen führen können.
1. Nach Art. 68 Abs. 1 GG kann der Bundespräsident den Bundestag auf Vorschlag des Bundeskanzlers innerhalb von 21 Tagen auflösen, sofern dieser bei einer Vertrauensfrage keine Mehrheit im Parlament gefunden hat. Es bedürfte also
einer Vertrauensfrage der Bundeskanzlerin im Bundestag. Anlass dafür ist auch im Falle des Rücktritts des Bundespräsidenten nicht ersichtlich, noch weniger, da Wulff einen solchen entschieden verneinte. Allein die Frage der Stimmverhältnisse nach einem etwaigen Rücktritt Wulffs und eines neuen Vorschlags der Bundeskanzlerin für einen Kandidaten wäre kaum ausreichender Anlass und Grund, die Vertrauensfrage zu stellen. Noch weniger dann, wenn in diesem Falle ein Kandidat benannt werden sollte, der – insbesondere – von der SPD nicht wirklich mit glaubwürdigen oder überzeugenden sachlichen Gründen abgelehnt werden könnte. Nicht ohne dass dann für jeden eine erneute Bundespräsidentenwahl ganz offenkundig von der SPD für den Bundestagswahlkampf instrumentalisiert und missbraucht würde. Ein derartiges Vabanquespiel wäre wahlpolitisch kontraproduktiv und daher kein politisch kluger strategischer Schachzug. » Vollständiger ArtikelErschienen 8. Januar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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neues aus schwabenheim | 22. Mai 2005 — Wie macht man Neuwahlen zum Bundestag? Der einfachste, aber keineswegs sichere Weg führt über die Vertrauensfrage des Bundeskanzle…
Feder-und-Paragraph.de | 22. Mai 2005 — Bundeskanzler Schröder hat in einer Ansprache - nachdem die Wahlniederlage in NRW offenkundig war - vorgezogene Neuwahlen für d…
Reuters | 20. Juli 2009 — Kiel (Reuters) - Auf dem Weg zu vorgezogenen Neuwahlen in Schleswig-Holstein ist die Auflösung des Landtages im ersten Anlauf …
Jus@Publicum | 9. Januar 2012 — [Spiel mit der] Angst um die Glaubwürdigkeit in der Presse? Der gestrige Beitrag HIER hat nicht nur in der Clickrate ungeacht…
Jurabilis | 6. Juni 2005 — In einer Meldung bei FAZ.NET fand ich heute eine unfreiwillig ehrliche Andrea Nahles: Auch die SPD-Linke Andrea Nahles bestritt …
LawBlog | 22. Mai 2005 — So einfach ist das alles nicht: Grundgesetz Artikel 67 (1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur d…
mepHisto-bLAWg | 30. Juni 2005 — TELEPOLIS: "Das politische Leben in Berlin ist seit Wochen auf Neuwahlen eingestellt. Am Freitag sollen mit der Vertra…
Reuters | 16. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat ausgeschlossen, vorgezogene Wahlen …
Reuters | 30. Juni 2010 — Berlin (Reuters) - Der von Schwarz-Gelb nominierte Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff, ist im e…
Bundespräsident Wulff will im Amt bleiben - doch was will Kanzlerin Merkel? Laut Medienberichten bereitet sie schon seine Nachfolge vor. SPD-Chef Gabriel bietet der schwarz-gelben Regierung jetzt an, einen parteiübergreifenden Kandidaten mitzutragen.