Muss das ehemalige RAF-Mitglied Knut Folkerts nach 11 Jahren Freiheit erneut in Haft?

Die Schatten der Vergangenheit sind manchmal ziemlich lang, bisweilen können sie sogar überlang werden. Im Jahr 1977 wurde das damalige RAF-Mitglied Knut Folkerts in Utrecht in den Niederlanden verhaftet. Dabei kam der niederländische Polizist Arie Kranenburg ums Leben. Folkerts wurde dafür in Holland wegen Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt, dann aber nach Deutschland ausgeliefert. In Deutschland wurde er 1980 wegen Beteiligung an der Ermordung des Generalbundesanwalts Buback und seiner Begleitung sowie wegen weiterer terroristischer Straftaten zu zweimal lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Im Oktober 1995 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen. Wie stern.de berichtet, haben die niederländischen Behörden jetzt die Vollstreckung des Restes der 20-jährigen Freiheitsstrafe aus dem Jahr 1977 beantragt. Das Landgericht Hamburg soll über das Ersuchen entscheiden, will aber zunächst abwarten, wie ein Berufungsverfahren Folkerts in den Niederlanden ausgeht, schreibt der STERN. Das Hamburger Gericht will sich Zeit für eine "sorgfältige Prüfung" nehmen. Folkerts Anwältin Ulrike Halm bezeichnete es unterdessen als "völlig unangemessen", eine Strafe aus dem Jahr 1977 zu vollstrecken, zumal ihr Mandant deutlich gezeigt habe, dass er resozialisiert sei. Bei wikipedia.de ist nachzulesen, dass die niederländischen Bemühungen nicht zuletzt auf Drängen der Witwe des getöteten Polizisten, Joke Kranenburg, zurückzuführen seien. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Haft , Raf , Mitglied , Freiheit , Holland , Knut

Erschienen 1. Februar 2007 auf http://www.strafblog.de.

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