Mündlicher Darlehensvertrag

Der Vermittler einer privaten Geldanlage, der den Geldbetrag an den Darlehensnehmer weitergeleitet hat, kann nicht auf Rückzahlung des Geldbetrages verklagt werden.

Mit dieser Entscheidung hat das Landgericht Coburg die Klage eines Darlehensgebers abgewiesen, weil er den Falschen auf Rückzahlung des Darlehens verklagt hat. Im März 2008 gewährte der Kläger ein Privatdarlehen über 10.000,00 €. Dieses wollte er in 2011 zurück haben und kündigte es. Der Kläger behauptete, dass er das Darlehen dem späteren Beklagten gewährt habe und wollte das Geld von diesem zurück.

Der Beklagte brachte vor, er selbst habe überhaupt keinen Darlehensvertrag abgeschlossen. Er habe nur als Handlungsbevollmächtigter einer GmbH in Berlin gehandelt. Es sei ein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen worden. Er und der Kläger hätten den Vertrag unterschrieben. Auch habe er das Geld an die Darlehensnehmer, die GmbH in Berlin, weitergeleitet.

Darauf erwiderte der Darlehensgeber, dass ein schriftlicher Darlehensvertrag nicht abgeschlossen worden sei. Die Unterschriften auf einer entsprechenden Urkunde seien gefälscht. Auch habe der Beklagte das Geld nicht an die GmbH in Berlin weitergeleitet.

Nach Auffassung des Landgerichts Coburg hat der Kläger in seiner Klage schriftlich die Unwahrheit vorgetragen. Als das Gericht den Kläger persönlich anhörte, gab er an, dem Beklagten das Geld deshalb gegeben zu haben, weil dieser das Geld gut anlegen könne. Es sei ihm egal gewesen, wo der Beklagte sein Geld anlege. Das Gericht schloss daraus, dass der Beklagte das Darlehen gar nicht für sich selber benötigt hatte, sondern dem Kläger lediglich eine Geldanlage vermittelt hatte. Auch war das Gericht nac…

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Themen: Berlin , Darlehensvertrag , Darlehen , Geldanlage , Anlagevermittler
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 17. Januar 2012 auf http://www.rechtslupe.de.

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