MPC Reefer-Flottenfonds 2 - Schadenersatz für Schiffsfonds Anleger
bankundkapitalmarktrecht | 15. Februar 2012 — Bei dem MPC Fonds Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in …
Bei dem MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Kühlschiffe investiert hat. Anleger haben sich an dem Fonds mit rund 145 Mio. € beteiligt. Der Fonds wurde im Jahr 2006 platziert. Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage. Die Einnahmen bleiben hinter den prospektierten Annahmen zurück, die Schiffsbetriebskosten liegen deutlich über den prospektierten Ansätzen und die Darlehensrückführung ist ins Stocken gekommen. Ausschüttungen sind nicht möglich. Anlegern droht angesichts der fehlenden Aussichten für einen Anstieg der Chartereinnahmen möglicher Weise der Totalverlust ihrer Einlage. Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen Im Auftrag von Mandanten, die an dem Fonds beteiligt sind, haben wir den Prospekt des MPC Reefer-Flottenfonds GmbH & Co. KG geprüft und dabei nach unserer Auffassung sowohl Prospektmängel, als auch fehlerhafte Anlageberatungen festgestellt. Beides begründet Schadenersatzansprüche. Nur 73,6 % der Anlegergelder flossen in die Schiffsinvestition Dem Prospekt muss sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne großes Nachrechnen ermitteln lassen, welcher Teil des vom Anleger aufgebrachten Kapitals werthaltig in die Schiffsinvestition fließt und welcher Teil für nicht investive Zwecke, so genannte Weichkosten verbraucht wird. Hierauf muss auch der Berater, der die Anlage empfiehlt hinweisen. Der Prospekt enthält solche Aussage nicht. Erst durch die Addition der auf der Ebene des Dachfonds, als auch auf der Ebene der Einschiffsgesellschaften anfallenden Kosten lässt sich dies ermitteln. Das aus Anlegersicht erschreckende Ergebnis: 26,4% des von den Anlegern aufzubringenden Kommanditkapital incl. Agio wurde für Weichkosten aufgewandt. Nur 73,6 % flossen in den Kauf der Schiffe. 24 % der Anlegergelder flossen in Vertriebsprovisionen Bankberater müssen immer darauf hinweisen, welche Provisionen die Bank oder Sparkasse, für die Vermittlung des Fondsanteils erhält. Nicht bankgebundene Berater müssen dies ab einem Anteil der Vertriebskosten an dem von den Anlegern aufgebrachten Kapital von über 15 % tun. Vorliegend belief sich die für die Beschaffung des Kommanditkapitals, also für den Vertrieb des Fonds gezahlte Provision auf 24,2 % des von den Anlegern investierten Geldes. Hierüber klärt weder der Prospekt explizit auf, noch wurden die uns bekannten Anleger hierüber im Beratungsgespräch informiert. Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen Da ein Teil der vom Fonds aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit …
» Vollständiger ArtikelErschienen 10. Januar 2012 auf http://bankundkapitalmarktrecht.twoday.net/.
bankundkapitalmarktrecht | 15. Februar 2012 — Bei dem MPC Fonds Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in …
bankundkapitalmarktrecht | 10. Januar 2012 — Bei dem MPC Fonds MS "Santa-R Schiffe" GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in sieben 4.100-TEU-Containerfrac…
bankundkapitalmarktrecht | 5. April 2012 — Fachanwälte setzen Schadenersatz für MPC Schiffsfonds Anleger durch Für Anleger, die in den MPC Reefer Flottenfonds 1 investiert h…
bankundkapitalmarktrecht | 5. April 2012 — Fachanwälte setzen Schadenersatz für MPC Schiffsfonds Anleger durch Für Anleger, die in den MPC Reefer Flottenfonds 2 investiert h…
bankundkapitalmarktrecht | 3. April 2012 — Für Anleger, die in den MPC Schiffsfonds MS "Santa P Schiffe" investiert haben, bestehen gute Chancen, von ihren Beratern, ihrer s…
bankundkapitalmarktrecht | 11. März 2012 — Bei dem Fonds MS "Santa P Schiffe" GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Dachfonds, der in 6 Schiffe investiert hat. Die Anle…
bankundkapitalmarktrecht | 17. Januar 2012 — Bei dem Fonds "MPC Offen Flotte" - MS "Santa B Schiffe" GmbH & Co. KG - handelt es sich um einen Dachfonds, der in 14 Containe…
bankundkapitalmarktrecht | 3. April 2012 — Anleger müssen 10-jährige Verjährungsfrist beachten Anlegern, die im Jahr 2002 in den MPC Schiffsfonds MS "Santa R Schiffe" invest…
bankundkapitalmarktrecht | 29. Februar 2012 — In den Fonds MPC Offen Flotte - MS "Santa B Schiffe" GmbH & Co. KG investierten Anleger in den Jahren 2006 und 2007 über 177 M…
bankundkapitalmarktrecht | 14. März 2012 — Der im Jahr 2008 emittierte Atlantic Flottenfonds, in den Anleger rund 33 Mio. € investiert haben, steht Presseberichten zufolge k…
Nittel - Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht, Heidelberg
Die Krise der Schiffsfonds wird sich im Jahr 2012 mit einer steigenden Zahl insolventer Fonds fortsetzen. Hauptursache ist der ungebremste Flottenausbau durch deutsche Fondsinitiatoren udn Reeder, die massive Überkapazitäten aufgebaut haben. Dei Leidtragenden sind die Schiffsfonds Anleger, denen der Totalverlust ihrer Einlagen droht.