Mordverurteilung ohne lebenslange Freiheitsstrafe
am 19.01.2008 von schreibmaschineDas Würzburger Schwurgericht ging von einer „Spontantat“ aus: Weil er seine Ehefrau in der Badewanne ertränkt hat, muss ein 33-Jähriger aus Kreuzwertheim (Main-Spessart-Kreis) wegen Mordes für zwölf Jahre und neun Monate in Haft. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Abwassermeister seine 30-jährige Ehefrau am Morgen des 19. November 2006 im Badezimmer des gemeinsam bewohnten Hauses in Kreuzwertheim so lange unter Wasser gedrückt hat, „bis sie sich nicht mehr rührte“, sagte der Vorsitzende Richter Reiner Gündert. Der Vorsitzende richtete sich bei der Urteilsbegründung auch an die Angehörigen des Opfers: Die Eltern der 30-Jährigen sowie ihre Schwester mit Ehemann haben den gesamten Prozess im Sitzungssaal verfolgt. „Das Tatgeschehen lässt auch das Gericht nicht kalt. Beim Urteil muss man aber versuchen, alles nüchtern, objektiv und frei von Emotionen zu sehen“, erklärte Gündert. Das Ergebnis: Obwohl einige Indizien dafür sprechen, dass der Angeklagte die Ermordung seiner Ehefrau schon länger geplant hatte, ging die Kammer nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme und nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ davon aus, dass es sich um eine spontane Tat nach einem Wortwechsel zwischen Täter und Opfer handelte. Nur dadurch entging der Angeklagte einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Das Gericht folgte der Auffassung des psychiatrischen Sachverständigen, der für den Fall einer spontanen Tat einen „Impulsdurchbruch“ des 33-Jährigen mit erheblicher Einschränkung der Steuerungsfähigkeit nicht ausgeschlossen hatte. „Das war keine niedrige Hürde für uns. Wir sind erst nach längerer sorgfältiger Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, uns dem Sachverständigen anzuschließen“, so der Vorsitzende. Wie mehrfach berichtet, ging …
Kopf erbarmungslos mehrere Minuten unter Wasser gedrückt
schreibmaschine / Anklagevertreter und Verteidiger waren sich einig: Ein 33-Jähriger aus Kreuzwertheim war wohl in seiner Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt, als er im November 2006 seine Ehefrau in der Badewanne ertränkte. „Man kann es…
Nebenbuhler verdrängt und verleugnet?
schreibmaschine / Festgestellt wurde bei ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung mit Tendenzen zur Vermeidung von Konflikten. Ob ein 33-jähriger Mann aus Kreuzwertheim im Affekt handelte, als er seine Ehefrau in der Badewanne ertränkte, hat d…
Ein Föhn läuft unter Wasser einfach weiter
schreibmaschine / Der Versuch eines 33-jährigen Mannes aus Kreuzwertheim, die Ermordung seiner Ehefrau als Stromunfall in der Badewanne erscheinen zu lassen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. „Der Fehlerstrom-Schutzschalter hätte nach 50 Mil…
33-Jähriger gesteht Tötung seiner Ehefrau
schreibmaschine / Mit einem weitgehenden Geständnis des Angeklagten hat am Donnerstag in Würzburg der Prozess um die Ermordung einer 30-jährigen Frau aus Kreuzwertheim begonnen. Der 33-jährige Ehemann des Opfers gab zu, seine Frau im Streit am Hals…
Er hat versucht, uns zu verarschen
schreibmaschine / Die Angehörigen des Opfers sind heute noch erschüttert: „Wenn das nicht rausgekommen wäre, hätten wir ein Leben lang mit dem Mörder meiner Schwester zusammengelebt“, sagte eine Zeugin am zweiten Tag des Mordprozes…
Überschreitung der Sachverständigen-Kompetenz?
schreibmaschine / Im so genannten „Foltermord-Prozess“ vor dem Würzburger Schwurgericht hat die Verteidigung am Montag eine „angemessene Freiheitsstrafe“ für den 51-jährigen Angeklagten aus Volkach (Kreis Kitzingen) beantragt. De…
