Weiterer Russenmord
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 7. Januar 2007 — Kurz vor dem tödlichen Giftanschlag auf den Ex-Agenten Litvinenko ist ein russischer Diplomat nach FOCUS-Informationen un…
Wie erst jetzt bekannt wurde, starb zwei Tage vor dem Polonium-Anschlag auf den russischen Ex-Geheimdienstler Alexander Litvinenko am 1. November 2006 in London unter mysteriösen Umständen der russische Diplomat Igor Ponomarjow, der zuvor ein Treffen mit dem italienischen Kontaktmann Litvinenkos, Mario Scaramella, verabredet hatte. Wie focus-online berichtet, fühlte sich Ponomarjow, Russlands Vertreter bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO, bei einem Opernbesuch in der britischen Hauptstadt plötzlich schlecht, bekam starken Durst, trank binnen kurzer Zeit mehrere Liter Wasser und starb kurz drauf. Wie Angehörige des Diplomaten gegenüber dem FOCUS äußerten, sei der Leichnam Ponomarjows ohne Obduktion eilig von London nach Russland verbracht und dort bestattet worden. Die russischen Behörden hätten als Todesursache einen Herzinfarkt angegeben. Die Angehörigen vermuten, dass der Tod des Mannes mit der Ermordung Litvinenkos im Zusammenhang stehen könne. Plötzlich auftretender Durst sei als Symptom für einen Herzinfarkt nicht bekannt, erklärte Dietrich Andresen von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie laut focus-online. Der deutsche Giftnotruf in München ließ verlauten, dass starker Durst eine typische Begleiterscheinung einer Thallium-Vergiftungen sei, wie sie zunächst auch bei Litvinenko vermutet worden war. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Erschienen 7. Januar 2007 auf http://www.strafblog.de.
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