Modernisierungsankündigung zur Mietervertreibung
Die für den auch vorteilhafte Modernisierungsmaßnahme
wird häufig von den Eigentümern zur Mietervertreibung genutzt. Der Mieter erhält eine Modernisierungsankündigung, aus der sich
ergibt, dass er sich nach der Modernisierungsmaßnahme die Wohnung nicht mehr leisten kann.
In der Regel läuft es dergestalt ab. Ein Mietshaus in begehrter Wohnlage wird zu einem niedrigen Preis aufgrund der geringen
Mieteinnahmen an einen Investor verkauft. Der Investor überlegt, wie er die weit unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete bei
Neuvermietungen liegende Miete erhöhen kann. Teilweise beabsichtigt er, die Wohnungen einzeln und unvermietet zu verkaufen. Hat die
Entmietung oder Neuvermietung zu einem höheren Mietpreis stattgefunden, kann der Investor auch das Mietshaus als Ganzes
gewinnbringend verkaufen. Die Mieter erhalten nach dem Erwerb von dem Investor eine bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Anschließend erhalten sie eine
Modernisierungsankündigung, aus der sich ergibt, dass der zu zahlende Mietpreis sich nach der Modernisierungsmaßnahme aufgrund
exorbitant hoher Baukosten verdoppelt bis verdreifacht.
Es werden horrende Baukosten für energetische Sanierungen des Gebäudes veranschlagt, die nicht einmal ansatzweise durch die
Energieeinsparung aufgefangen werden. Drittmittel oder Instandsetzungskosten werden nicht von den Baukosten, die die Grundlage für
die Mieterhöhung bilden, zum Abzug gebracht.
Die Mieter, die nunmehr gleich den Mietvertrag kündigen, geben zu früh auf. In der Regel erhalten die Mieter, die sich gegen solche
Modernisierungsmaßnahmen wehren nicht unerhebliche Abfindungen für ihren Auszug oder man einigt sich auf eine moderate Mieterhöhung.
Auch habe ich bereits erlebt, dass die Eigentümer die Klage auf zur Modernis…
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