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Mittelamerika: Freibrief für Frauenmörder?

am 25.11.2005 von http://menschenrechte.blogg.de/

25.11. - INTERNATIONALER TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN

Viele Frauen in Guatemala, El Salvador und Mexiko führen ein Leben in ständiger Angst. Vor allem wenn sie jung und arm sind. Denn sie werden erschreckend oft Opfer männlicher Gewaltverbrecher. So wie es in Guatemala in diesem Jahr bisher mindestens 531 Frauen und Mädchen ergangen ist. Auch in El Salvador werden immer wieder Frauen gequält, vergewaltigt und ermordet. Die Vorfälle erinnern an die rätselhaften Morde in den mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, wo in den letzten 12 Jahren 400 Frauen ermordet worden sind. Die Täter werden nur selten ermittelt geschweige denn strafrechtlich verfolgt. Auf dieses Phänomen in Mittelamerika macht amnesty international (ai) zum UN-Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam: mit neuen Zahlen zu den Frauenmorden in Guatemala und mit einem offenen Brief an den Präsidenten von El Salvador. In Guatemala ist die Zahl der Frauenmorde seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Die Behörden neigen dazu, die Opfer zu diskriminieren, kritisiert Markus Kneissler, Guatemala-Experte von ai. Sie bezeichnen die Frauen und Mädchen als Mitglied von Jugendbanden oder als Prostituierte und weisen  ihnen eine Teilschuld zu. Nach Erkenntnissen von ai wurden in Guatemala in den vergangenen Jahren weniger als 10 Prozent der Frauenmorde untersucht, erst 2005 wurden Sondereinheiten bei Polizei und Staatsanwaltschaft eingerichtet.

Auch in El Salvador versage der Rechtsstaat, kritisiert ai in einem offenen Brief an Präsident Elías Antonio Saca. ai hat 20 Mordfälle ausführlich dokumentiert, Frauenorganisationen des Landes sprechen allein 2005 von mindestens 360 Ermordeten. Die Morde an Frauen und …

Guatemala: Staat unternimmt nichts gegen erschreckende Frauenmorde

Menschenrechte / Fast 1.200 Mädchen und Frauen sind nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 2001 und 2004 in Guatemala ermordet worden. Allein im vergangenen Jahr fielen mindestens 527 Frauen zum Teil äußerst brutaler Gewalt zum Opfer. Diese erschreckenden Zahle…

Internationaler Tag des Kindes: Sagt endlich, wo unsere Kinder sind!

Menschenrechte / In Guatemala und El Salvador suchen noch immer Tausende Eltern nach ihren Kindern, die ihnen während Kriegswirren entrissen wurden. Darauf weist amnesty international (ai) anlässlich des morgigen Internationalen Tags des Kindes hin. Während der b…

Sturmkatastrophe in Mittelamerika: Hilfsorganisationen bitten um Spenden

Menschenrechte / Christoffel-Blindenmission: Die Meldungen, die derzeit bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) aus den mittelamerikanischen Ländern El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua und Mexiko eingehen, verheißen nichts Gutes. Mitten drin im Geschehen …

Kolumbien: Frauen klagen an

Menschenrechte / In den Jahren 2003 und 2004 reisten VertreterInnen von amnesty international zu Ermittlungszwecken nach Kolumbien. Dort führten die MitarbeiterInnen der Menschenrechtsorganisation Gespräche mit BehördenvertreterInnen, Überlebenden, ZeugInnen, Men…

Afghanistan: Das Risiko, eine Frau zu sein - auch nach dem Taliban-Regime

Menschenrechte / Trotz Demokratisierung und Reformprozess: Fast jede Frau in Afghanistan von Gewalt bedroht Tradition, Ehrbegriffe, Polizei, Justiz und die Gewaltbereitschaft der Familienmitglieder sind - einzeln und zusammen - für die Frauen Afghanistans eine all…

Frauen in der Schusslinie

Menschenrechte / Im Milliardengeschäft des Kleinwaffenhandels zahlen Frauen einen unverhältnismäßig hohen Preis. Nur sehr wenige Frauen sind unter den Käufern der Waffen, umso mehr aber unter den Opfern der geschätzt 650 Millionen Kleinwaffen, die weltweit im U…

UNICEF fordert mehr Schutz und Hilfe für Mädchen und Frauen auf der Flucht

Menschenrechte / Weltflüchtlingstag am 20.6.2005 Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.Juni fordert UNICEF verstärkte Schutzmaßnahmen für Mädchen und Frauen auf der Flucht und in Notlagern. In zahlreichen Konflikten der Gegenwart werden Vergewaltigungen ge…

Indien: Dritter Jahrestag der Gujarat-Massaker

Menschenrechte / Regierung lässt Tausende Täter weiter auf freiem Fuß Fast drei Jahre nach den blutigen Ausschreitungen im westindischen Gujarat sind die Verantwortlichen noch immer auf freiem Fuß. Mehr als 2000 Menschen fielen der Gewalt am 27. Februar 2002 und…

Das Komplott gegen die Frauen in der Republik Kongo

Menschenrechte / Anhaltende Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen - medica mondiale unterstützt Projekt und fordert strenge Bestrafung der Täter Militärs und Paramilitärs vergewaltigen kongolesische Frauen und Mädchen- andauernd, überall und planmäßig. Das…

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