Mutmaßlicher Brudermord vor dem Würzburger Landgericht
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Im Prozess um den mutmaßlichen Brudermord in Dettelbach (Kreis Kitzingen) hat das Würzburger Schwurgericht am Dienstag die Beweisaufnahme fortgesetzt. Eine wichtige Rolle spielen dabei zwei Männer, die mit dem angeklagten Winzer nach seiner Verhaftung eine Nacht in der Aufnahmezelle der JVA Würzburg untergebracht waren.
Den beiden Mithäftlingen gegenüber soll der 54-Jährige "wesentliche Aussagen zum Tatgeschehen gemacht haben mit Einzelheiten, die eigentlich nur der Täter kennen kann", betonte Peter Geiger, Sachbearbeiter der Würzburger Kriminalpolizei im Zeugenstand. Unter anderem soll der Angeklagte in der Zelle erzählt haben, sein Bruder habe sich vor ihm in seinem Schlafzimmerschrank versteckt.
Auch sein Verhalten nach der Tat soll er genau geschildert haben: Wie er seinen Bruder im Keller in einem großen Weintank versteckte und anschließend Wein und Wasser einfüllte. Wie er die Bekleidung, die er bei der Tat trug, in einem Ofen verbrannte. Die Polizei fand in der Asche Nieten und Ösen, die zu einer Jeans passen würden. Und wie er das Tatwerkzeuk, eine Einsenstange oder ein Brecheisen, erst in den Ofen steckte, um Spuren zu vernichten und es anschließend an einer bis heute unbekannten Stelle vergrub. Die beiden Mithäftlinge sollen als Zeugen gehört werden, wenn der Prozess am kommenden Dienstag fortgesetzt wird.
Bei seinen Vernehmungen bei Polizei und Ermittlungsrichter hat der Angeklagte sämtliche Vorwürfe abgestritten, Nach Aussage von Hauptkommissar Martin Hinterseer wurde er nicht nur immer wieder beldigend, sondern legte auch ein seltsames Verhalten an den Tag: "Immer wenn es eng wurde, hat er Verse aufgesagt oder gesungen", so Hinterseer.
Das Opfer war Alkoholiker und deswegen mehrfach im Bezirkskrankenhaus in Lohr untergebracht. Der 58-Jährige beging im alkoholisierten Zustand offenbar immer wieder sexuelle Übergriffe auf Frauen und…
» Vollständiger ArtikelErschienen 31. Januar 2012 auf http://www.woetzel-online.info/.
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