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Mitarbeiter entlassen, weil er zu Hause geraucht hat

am 02.12.2005 von http://info.folkertjanke.de

Dass Raucher gefährlich leben, ist nicht neu. Aber dass der Griff zum Glimmstengel ihn arbeitslos machen würde, damit hatte ein Drucktechniker aus Neukölln dann doch nicht gerechnet. Sechs Jahre hatte der Mann für das Weddinger Unternehmen „Laserline“ gearbeitet, Ende August wurde ihm fristlos gekündigt.

Der Grund: Er hatte geraucht. Zu Hause.




Bereits mehrfach hat die Druckerei Laserline mit ihrer radikalen Nichtraucherpolitik für Schlagzeilen gesorgt. Schon im Bewerbungsgespräch werden die Rauchgewohnheiten potenzieller Mitarbeiter thematisiert, Nichtrauchern wird bei gleicher Qualifikation der Vorzug gegeben. Zusätzlich bemühe man sich, erklärt Firmensprecherin Babette Deuse, rauchenden Mitarbeitern mit speziellen Anreizen den Ausstieg schmackhaft zu machen. Wer weder im Betrieb noch in der Freizeit rauche, erhalte eine Monatsprämie von 100 Euro. Zwei Drittel der knapp 100 Mitarbeiter nähmen inzwischen an dem Programm teil.



Auch der gekündigte Mitarbeiter hatte unterschrieben, „im gesamten Abrechnungszeitraum nicht geraucht“ zu haben. In Stresssituationen, gab der Mann gestern zu, habe er sich zu Hause dann aber doch manchmal eine angesteckt, „vielleicht zwei, drei Mal im Jahr“. Bei einer dieser Gelegenheiten erwischte ihn ein Detektiv, der ihn mit brennender Zigarette in der Hand vor der Haustür fotografierte. Dass der Mitarbeiter überwacht wurde, rechtfertigt man bei Laserline mit einem „begründeten Betrugsverdacht“.



Gestern beschäftigte der Fall das Berliner Arbeitsgericht. …

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