ein umtriebiger zeuge
kleinstbuden-mechanic | 20. März 2008 — wir benennen in unserer klageerwiderung einen zeugen, der zum sachverhalt was aussagen soll. und zwar umstand a. ich hatte selbst …
… denn wie Wein benötigt Erinnerung auch eine gewisse Zeit, um die gewünschte Reife zu erreichen.
Zu dieser Erkenntnis könnte man jedenfalls kommen, wenn man sich ein aktuell laufendes Zivilverfahren vor Augen hält.
Streitig ist, ob der Beklagte oder der Kläger selbst gewisse (Pfusch-)Arbeiten durchgeführt hat. Der Kläger bot eine ganze Batterie von Zeugen auf, die in ihrer ersten Vernehmung vor Gericht auch alle brav bestätigten, daß der Beklagte der Schuft war. Nur an ein konkretes Datum konnte sich nicht ein einziger dieser Zeugen erinnern. Oktober sei es wohl gewesen, so der eine Zeuge. An einem Samstag müsse es gewesen sein, so ein anderer Zeuge. Herbst oder Winter war es wohl, so ein weiterer Zeuge. Auch auf Nachfrage lieferten die Zeugen zum Datum keine nennenswerten Details.
Da das Amtsgericht die Beweisaufnahme indes nur unvollständig durchführte, verwies das Landgericht die Sache auf die Berufung des Beklagten hin an das Amtsgericht zurück.
Der nun zuständige Richter wollte sich von den Zeugen verständlicherweise einen persönlichen Eindruck verschaffen und vernahm daher die besagten Zeugen erneut.
Und jetzt kommt die Sache mit dem Wein: Nachdem ein Jahr seit der ersten Zeugenaussage und drei Jahre seit dem behaupteten Geschehen vergangen sind, konnte überraschend jeder der klägerischen Zeugen das genaue Datum benennen, an dem der Kläger die Arbeiten durchgeführt habe. Jeder der Zeugen schilderte das Datum auch gleich zu Beginn seiner Zeugenaussage und benannte auf Nachfrage auch einen Grund, warum er sich denn nach drei Jahren noch an das Datum erinnern konnte.
Einmal war es das Tagebuch des (an der Sache nicht beteiligten) Vaters, anhand dessen sich der Zeitpunkt angeblich rekonstruieren lassen habe. Ein anderes Mal war es der eigene Kalender, dann wiederum d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 13. Dezember 2011 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.
kleinstbuden-mechanic | 20. März 2008 — wir benennen in unserer klageerwiderung einen zeugen, der zum sachverhalt was aussagen soll. und zwar umstand a. ich hatte selbst …
Kleinblog | David Klein | 20. Februar 2007 — Nur eine Frage ist zu klären: haben die Parteien einen Aufhebungsvertrag geschlossen? Der Kläger sagt nein, die Beklagte dagege…
LawBlog | 5. März 2007 — Ein Richter unterstellte mir einen Interessenkonflikt. Was war geschehen? Ich verteidigte einen Angeklagten. Hauptbelastungszeu…
Rechtsanwalt Achim Flauaus | 18. September 2009 — … gab es keine Wackeltische und Stapelstühle mehr. Alles war umgeräumt. Es geht doch. Einen der Angeklagten hatte keiner der …
Rechtsanwältin Anja Uelhoff | 3. November 2010 — Ich habe auch einige wenige Mandate, die nichts mit dem Bank- und Kapitalmarktrecht zu tun haben. In einem davon war am Montag die…
Rechtsanwalt News | 23. Dezember 2008 — Es gibt immer wieder diese Situationen , wo der Zeuge etwas sagt, was so oder so ausgelegt werden könnte. Der Zeuge sagt nicht …
Alltag eines Anwaltes | 14. Dezember 2011 — Nun ja. Es geht um eine Fortsetzungsverhandlung in einer größeren "Auto-Unfall-Betrügereien". Der Angeklagte besteht auf einen Zeu…
MKB Rechtsblog | 12. April 2012 — Der wohl häufigste Satz bei der unabweichlichen Frage nach den Beweismitteln des Mandanten ist: ” Ich habe Zeugen, die könne…
Rechtsanwalt News | 17. Februar 2011 — Der Richter nahm eine sehr gründliche Belehrung der Zeugen vor. Während einige Richter mit “Sie müssen die Wahrheit machen, son…
kanzlei-hoenig.de | 20. Oktober 2011 — Der Anklagevorwurf stützt sich im Wesentlichen auf die Aussage eines einzigen Zeugen. Der Zeuge war zur Vorfallszeit 16 Jahre a…