Misshandlungen bleiben häufig im Dunkeln

Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik in Rheinland-Pfalz wurden im Jahre 2006 insgesamt 8.575 Personen, davon 6.985 Frauen, erfasst, die Opfer von Gewalt zwischen Ehe- und Lebenspartnern waren.

Dabei geht das LKA von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. Ebenso wie bei den vielen Gewalttaten im gesamten sozialen Umfeld schweigt das Opfer. Aus Scham, aus vermeintlicher Hilflosigkeit, aber auch aus Angst vor weiteren Gewalttaten kommt es nicht zur Anzeige. Dies wird von den Tätern rücksichtslos ausgenutzt; nach vorgespielter Reue und Fürsorge wird die Gewaltspirale immer brutaler.

Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist aber keine Privatsache, so das LKA Rheinland-Pfalz. Jeder kann helfen, Nachbarn, Verwandte, Freunde, Bekannte. Nur wer handelt, hilft die Fortsetzung der Gewaltspirale zu unterbrechen. So kann schon durch verständnisvolle Gespräche dazu beigetragen werden, dem Opfer Mut zu machen, etwas zu unternehmen.

“Wer schlägt, muss gehen“, unter dieser Maxime kann die Polizei nach dem Polizei- und Ordnungsbehörden-Gesetz (POG) den Täter zeitlich befristet aus der eigenen Wohnung weisen. Auch an Örtlichkeiten wie der Arbeitsstelle des Opfers oder der Schule der Kinder darf ihm der Aufenthalt durch die Polizei untersagt werden. Eine solche …

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Themen: Datenbanken , Rheinland Pfalz , Scham , Lka

Erschienen 9. Juli 2007 auf http://log.handakte.de/.

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