Mindestvergütung des Treuhänders in der Wohlverhaltensperiode

Die Neuregelung der Mindestvergütung des Treuhänders in der Wohlverhaltensperiode durch die Erste Änderungsverordnung zur Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung findet für die Tätigkeit des Treuhänders ab 7. Oktober 2004 Anwendung; für seine Tätigkeit davor gilt die frühere Fassung.

Zu vergleichen ist die Regelvergütung nach § 14 Abs. 1 und 2 InsVV mit der Mindestvergütung nach § 14 Abs. 3 Satz 1 und 2 InsVV, jeweils bezogen auf die gesamte Dauer der Tätigkeit. Die höhere Vergütung ist festzusetzen.

Der Zuschlag nach § 14 Abs. 3 Satz 2 InsVV kann nicht zur Regelvergütung verlangt werden; er setzt nicht voraus, dass auch ohne Verteilung die Mindestvergütung anzusetzen wäre. Der Zuschlag von 50 € wird für jeweils fünf Gläubiger gewährt, auch für die ersten fünf Gläubiger, wenn insgesamt an mehr als fünf Gläubiger verteilt wurde.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 16. Dezember 2010 – IX ZB 261/09

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Themen: Insolvenzverwalter , Bundesgerichtshof , Wohlverhaltensphase , Restschuldbefreiung , Insolvenzverfahren , Insolvenzverwaltervergütung , Treuhänder , Treuhändervergütung
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 1. Februar 2011 auf http://www.rechtslupe.de.

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