Milliardenbetrug mit Briefmarken aufgeflogen

Wenn sich die Schadenhöhe bestätigt, handelt es sich um den wohl größten Betrugsskandal der spanischen Justizgeschichte: Im Zusammenhang mit dem Bankrott der beiden spanischen Investmentgesellschaften AFINSA und FÒRUM FILATÈLICO deckte die Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsvergehen in Madrid einen Fehlbetrag von 3,5 Milliarden Euro auf. Ca. 350.000 Anleger, deren Geld angeblich in Briefmarken investiert worden ist, teilen sich den Schaden. Die Briefmarken sollen zum Teil gefälscht und zum anderen Teil massiv überbewertet worden sein, teilt das MALLORCA MAGAZIN unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden mit. Die Anleger, darunter auch viele auf den Balearen, wurden mit Zinserträgen von 6 Prozent geködert. Die Chefs der beiden Unternehmen stehen im Verdacht des Betruges, der Geldwäsche, der Steuerhinterziehung und der Urkundenfälschung, berichtet das deutschsprachige Wochenblatt. Der Skandal soll Kreise bis in die USA, nach Großbritannien und Portugal ziehen, wo die spanischen Gesellschaften Kapitalbeteiligungen besitzen. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Madrid , Briefmarken

Erschienen 20. Mai 2006 auf http://www.strafblog.de.

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