Messerattacke in der Uniklinik: Drei Jahre Haft
am 23.02.2008 von schreibmaschineEntscheidend war das Geständnis: Wegen gefährlicher Körperverletzung ist ein Deutsch-Türke vom Landgericht am Freitag zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 29-Jährige hatte bei einem Familienstreit in der Uni-Klinik den Bruder seiner Schwägerin von hinten mit einem Messer angegriffen und verletzt. Viel besser konnte es für den 29-Jährigen nicht laufen: Ein Jahr seiner Strafe hat er bereits durch die Untersuchungshaft abgesessen. Wenn er sich gut führt, könnte er noch im Laufe dieses Jahres wieder auf freien Fuß kommen. „Wir arbeiten daran“, sagte Verteidiger Norman Jacob nach der Urteilsverkündung. Vor dem Prozess musste der Angeklagte mit einer Strafe von mindestens sechs Jahren rechnen, betonte der Vorsitzende Richter Rainer Gündert gestern. Angeklagt war die Tat vom 3. März 2007 als versuchter Mord. Nur weil der 29-Jährige rechtzeitig und freiwillig von seinem Opfer abließ, wurde die milde Strafe möglich: „Es wäre ihm durchaus möglich gewesen, weiter auf den Geschädigten einzustechen“, sagte Gündert. Bei der Auseinandersetzung im Foyer der HNO-Klinik eskalierten die schon bestehenden Unstimmigkeiten zwischen der Familie des Angeklagten und der Ehefrau seines Bruders und ihren Angehörigen. Dabei stach der Angeklagte dreimal auf den Bruder seiner Schwägerin ein und brachte ihm an Nacken und Hals drei Fleischwunden bei, die zum Glück nicht lebensbedrohlich waren. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab und entschuldigte sich für seine Tat. Das habe zu einer erheblichen Entspannung in dem verfahren geführt, sagte …
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