Merkel: Umstände von Beck-Rücktritt zeigen Probleme der SPD

München (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die SPD für die Umstände des Rücktritts von Parteichef Kurt Beck kritisiert.

Sie entsprächen nicht "der Würde einer Volkspartei", sagte Merkel am Montag in München. Sie deuteten vielmehr auf die tiefe innere Zerrissenheit des Koalitionspartners hin. "Ich hoffe, dass das jetzt überwunden werden kann." Die Zusammenarbeit im Kabinett werde durch die Konkurrenz von Außenminister Frank-Walter Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat nicht beeinträchtigt, sagte Merkel: "Ich gratuliere Herrn Steinmeier dazu, dass ihn die SPD als Kanzlerkandidaten nominiert hat. Ich werde mit ihm weiter in der Regierung gut zusammenarbeiten, freue mich vor allem auch auf einen spannenden Wahlkampf nächstes Jahr."

Die Sozialdemokraten hatten am Sonntag, ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl, zu einem Befreiungsschlag angesetzt: Franz Müntefering soll neuer Parteichef werden, Steinmeier Kanzlerkandidat. Zu Müntefering sagte Merkel: "Wir kennen uns ja mittlerweile recht gut." Müntefering war bis vor einem Jahr Vizekanzler und Arbeitsminister in Merkels Kabinett.



Quelle: Reuters (8. September 2008)

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Themen: Cdu , Angela Merkel , Kurt Beck

Erschienen 8. September 2008 bei http://www.reuters.com.

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