Merkel fordert Unternehmen zu Investitionen in Forschung auf
Reuters | 14. März 2009 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Unternehmen aufgerufen, trotz der Wirtschaftskrise in Forschung und En…
Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu aufgerufen, auch in Zeiten der Finanzkrise die Stärkung der Innovationskraft in Deutschland nicht aus den Augen zu verlieren.
Zudem forderte sie am Vorabend des Bildungsgipfels alle Verantwortungsträger in diesem Bereich zur Zusammenarbeit auf.
"Ich bin der festen Überzeugung, dass Deutschland seine Position in der globalisierten Welt nur dann festigen kann, wenn wir der Innovation einen hohen Stellenwert einräumen", sagte sie am Dienstag auf einer Festveranstaltung der acatech - der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften in Berlin. Bildung, Forschung und Innovation seien der Schlüssel zu einer erfolgreichen Entwicklung des Landes. "Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass unser gesamter Wohlstand von unserer Innovationskraft abhängt", forderte sie. Es gebe inzwischen eine Verbesserung des Innovationsklimas. Sie hoffe, dass sich das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht wieder ändere.
Merkel bekannte sich zu dem Ziel, bis 2010 drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung auszugeben. Im kommenden Jahr werde Deutschland bei 2,8 Prozent landen. "Also, die drei Prozent sind sicherlich ein guter Richtwert", sagte sie, auch wenn sich die Innovationskraft nicht allein daran messen lasse. Innovationen benötigten aber auch ein hohes Maß an Freiheit und Flexibilität. "Innovationen gehören zu den Dingen, die sich nicht verordnen lassen", formulierte Merkel.
Der Bildungsgipfel am Mittwoch soll nach Merkels Worten ein Signal geben, dass alle Verantwortlichen die Situation in diesem Bereich verbessern und ihren Beitrag dazu leisten werden. "Ich glaube, dass es in unserem Gesamtinteresse liegt, dass Bund und Länder in diesem Bereich zusammenarbeiten, ohne dabei in die Kompetenzen des jeweils anderen einzugreifen", formulierte sie. Deutschland müsse eine "Bildungsrepublik" werden, um seine Zukunft abzusichern. Zudem wolle die Regierung eine umfassende Strategie zur Förderung des technisch-naturwissenschaftlichen Nachwuchses entwickeln. Immerhin zeigten sich positive Tendenzen in den Studienanfängerzahlen, etwa bei Ingenieurwissenschaften und im Maschinenbau.
Die acatech war im April von der Bundesregierung beauftragt worden, ein Konzept für deren Beratung in Sachen Innovation und Technik auszuarbeiten. Ihr langjähriges Beratergremium eines Innovationsrates hatte Merkel aufgelöst.
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