Merkel und Seehofer warnen Unionsbasis vor Leihstimmen an FDP
Reuters | 29. Juni 2009 — Berlin (Reuters) - Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben nach den jüngsten Differenzen über die Steuerpolit…
Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich deutlich für eine Koalition mit der FDP nach der Bundestagswahl im September ausgesprochen.
"Auch bei einer Stimme machen wir die Koalitionsoption, die ich für wünschenswert halte", sagte die CDU-Politikerin am Sonntag in einem ARD-Interview. Sie kämpfe dafür, dass die schwarz-gelbe Mehrheit nicht nur bei einer Stimme liege, ergänzte Merkel. Eine Bewältigung der internationalen Wirtschaftskrise sei mit der FDP besser zu schaffen als in der großen Koalition. 70 Tage vor den Wahlen Ende September sagte Merkel, dass sie für einen Regierungswechsel sei, ohne behaupten zu wollen, dass die große Koalition nicht gut gearbeitet habe. Unterdessen betonte sie auch die Einigkeit mit der CSU. Gemeinsam werde die Union für ein gutes Wahlergebnis kämpfen.
Merkel zufolge hat die FDP Parteiprogramme, die denen der Union am ähnlichsten seien. In der Wirtschaftspolitik, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, sei dies der Fall. Allerdings wisse man "aus vergangenen Zeiten", dass man auch mit der FDP nicht jemanden habe, der immer wie die Union denke. "Deswegen sage ich auch, wir brauchen eine starke Union, damit wir auch sagen können, was wir gerne wollen", erklärte Merkel und machte deutlich, wer den Ton in der schwarz-gelben Koalition angeben soll.
Nach den vielen Querelen mit der CSU bezüglich der Europa- und Steuerpolitik betonte die Kanzlerin nun wieder die Gemeinsamkeiten mit der Schwesterpartei. Bereits auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg am Wochenende nahm Merkel dem CSU-Chef Horst Seehofer das Versprechen ab, das Störfeuer einzustellen. Seehofer sicherte der CDU-Vorsitzenden "die volle Unterstützung des Freistaats Bayern und - das muss man dazu sagen - auch von mir persönlich" zu. Merkel erklärte am Sonntag, dass CDU und CSU gemeinsam bei der Bundestagswahl am 27. September gut abschneiden wollten. Den Parteitag habe geprägt, dass beide Parteien stabile Verhältnisse in Deutschland wollten, "mit der Union an der Spitze".
Erschienen 20. Juli 2009 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 29. Juni 2009 — Berlin (Reuters) - Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben nach den jüngsten Differenzen über die Steuerpolit…
Reuters | 28. September 2009 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat indirekt bestätigt, dass FDP-Chef Guido Westerwelle neuer Außenminister wi…
Reuters | 29. September 2008 — Berlin (Reuters) - CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Unionsparteien auch nach dem Wahldebakel der CSU in B…
Reuters | 5. September 2008 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach der Bundestagswahl in einer Koalition der Union mit der FDP Beschäft…
Reuters | 19. Januar 2009 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die FDP nach ihrem Erfolg bei der Hessen-Wahl vor überzogenen Forderungen …
Reuters | 17. Juli 2009 — Nürnberg (Reuters) - Nach den unionsinternen Querelen der vergangenen Wochen verspricht die CSU der Schwesterpartei CDU ein End…
Reuters | 8. Oktober 2008 — Berlin (Reuters) - Der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat den Führungsstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel ern…
Reuters | 1. Dezember 2008 — Berlin (Reuters) - Unmittelbar vor dem CDU-Parteitag hat FDP-Chef Guido Westerwelle der Union Steuersenkungen als Bedingung für…
Reuters | 13. September 2008 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle haben einem Magazinbericht zufolge vertrauliche…
Reuters | 19. Juli 2009 — Nürnberg (Reuters) - Doppelter Dämpfer für CSU-Chef Horst Seehofer: Der Parteitag strafte den intern wegen seines Führungsstils…