Merkel: Saudi-Arabien bei Finanzmarktsteuer zurückhaltend

Dschidda (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel kann auf dem bevorstehenden G20-Gipfel wohl nicht auf die Unterstützung Saudi-Arabiens bei den Bemühungen um eine Finanzmarktsteuer rechnen.

Nach einem Gespräch mit dem saudischen König Abdullah bin Abdul-Asis sagte die Kanzlerin am Mittwoch in Dschidda, auch Saudi-Arabien sei an einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte interessiert. "Bei dem Thema Steuern ist man aber eher zurückhaltend, weil das Budget hier natürlich gut gefüllt ist durch die Einnahmen aus Rohstoffverkäufen", sagte sie. Im dem Gespräch hatte Merkel für eine Besteuerung von Finanzmarkttranskaktionen auf internationaler Basis geworben.

Als noch labil bewertet Saudi-Arabien die Entwicklung der Weltwirtschaft. "Insgesamt macht man sich schon Sorgen über die Lage der Weltwirtschaft, weil das Wachstum noch nicht stabil ist", erläuterte Merkel nach dem Gespräch mit dem König. Die Kanzlerin kehrt am Donnerstag von ihrer Reise in die Golfregion zurück.



Quelle: Reuters (26. Mai 2010)

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Themen: Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Money , Government Debt (national) , Financials , Banks (industry Group) , Budget , Angela Merkel , Africa , South Africa , Macro-economics , Tax , Financial Service Providers

Erschienen 26. Mai 2010 bei http://www.reuters.com.

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