Merkel kritisiert Google wegen Urheberrechten

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Online-Unternehmen Google kritisiert und sich für einen besseren Schutz des Urheberrechts auch im Internet ausgesprochen.

"Für die Bundesregierung ist klar: Das Urheberrecht muss auch im Internet seinen Platz finden", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag wöchentlichen Video-Podcast. "Deshalb lehnen wir es ab, dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird", fügte die Kanzlerin hinzu.

Der Internet-Riese Google will seinen Bestand an online verfügbaren Büchern von derzeit bereits zehn Millionen Exemplaren weltweit ausweiten und liegt darüber in heftigen Streitigkeiten unter anderem mit US-Autoren, die um ihre Urheberrechte fürchten. Auch die Regierung in Washington hatte Einwände geltend gemacht.

Merkel kündigte an, deutsche Autoren bei der Durchsetzung ihrer Urheberrechte zu unterstützen. Die Bundesregierung werde viel Wert darauf legen, ihre urheberrechtlichen Positionen deutlich zu machen, sagte Merkel. "Wir müssen international darüber diskutieren, wie wir geistiges Eigentum schützen können und trotzdem die neuen technischen Möglichkeiten nutzen", sagte Merkel in ihrem Podcast zur Frankfurter Buchmesse. Merkel wird die weltgrößte Bücherschau am Dienstag eröffnen.



Quelle: Reuters (10. Oktober 2009)

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Themen: Google , Berlin , Germany , Cdu , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , United States OF America , Frankfurter Buchmesse , Angela Merkel , Riese , Industrial Machinery , Machinery , Commercial Services And Supplies (industry Group)
Rechtsgebiet: Urheberrecht

Erschienen 10. Oktober 2009 bei http://www.reuters.com.

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