Merkel droht Iran mit Sanktionen im Energie-und Finanzbereich
Reuters | 27. August 2009 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Iran weitere Strafmaßnahmen angedroht, falls das Land nicht in Verhand…
Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich trotz der aktuellen diplomatischen Spannungen mit dem Iran für direkte Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes ausgesprochen.
Die Kritik am Vorgehen des Iran gegen die Demonstrationen nach der Präsidentenwahl dürfe nicht dazu führen, die Nuklearpolitik der Regierung in Teheran aus dem Auge zu verlieren, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung in Berlin.
Sie unterstütze ausdrücklich weiterhin das Angebot von US-Präsident Barack Obama für direkte Gespräche mit dem Iran. "Wir werden das flankieren", fügte die Kanzlerin hinzu. Vom G8-Gipfel der führenden Industrienationen kommende Woche in Italien erwarte sie ein klares Signal gegen die Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit in der Islamischen Republik.
Die iranische Führung hatte am Mittwoch die Europäische Union scharf kritisiert und Atomverhandlungen vorerst abgelehnt. Die Kritik der Europäer an der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gegen die iranische Präsidentenwahl sei eine unzulässige Einmischung, erklärte Armeechef Generalmajor Hassan Firusabadi. Vor einer Entschuldigung der EU werde es keine weiteren Gespräche über das iranische Atomprogramm geben.
Deutschland unterstützt seit geraumer Zeit ein Paket wirtschaftlicher und anderer Anreize an den Iran, wenn das Land dafür seine Urananreicherung aussetzt. Mit der gleichen Technologie kann auch Material für Atomwaffen hergestellt werden.
Erschienen 2. Juli 2009 bei http://www.reuters.com.
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