Merkel : Brauchen weltweite Charta für gemeinsames Wirtschaften

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der weltweiten Finanz- und Wachstumskrise eine globale Wirtschaftscharta gefordert.

"So wie die UN das bei ihrer Gründung im Sinne der Menschenrechte gemacht hat, wünschte ich mir, dass wir uns dahin bewegen, eine Charta des gemeinsamen Wirtschaftens zu erarbeiten auf der Welt", sagte Merkel am Montagabend in Berlin. Die Vereinbarung müsse Prinzipien der Nachhaltigkeit enthalten und deutlich machen, dass Protektionismus die falsche Antwort auf die Krise sei. Dazu gehöre auch, "dass auf Dauer keiner über seine Verhältnisse leben kann, weil das alle in den Strudel einer Krise hineinreißen kann", sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Feier zum 60-jährigen Bestehen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Die USA gelten wegen ihres hohen Staatsdefizits und der Verschuldung ihrer Bürger als ein Hauptverursacher der Krise.

"Wir werden unsere Anstrengungen für eine globale Architektur einbringen", kündigte Merkel mit Blick auf Treffen im Kreis der führenden Wirtschaftsnationen an. Darüber werde auch mit den USA gesprochen.

Die jetzige Krise sei nicht vergleichbar mit früheren Konjunktureinbrüchen, sondern "ziemlich elementar", betonte Merkel. Nach den Exzessen auf den Finanzmärkten stehe nun die soziale Marktwirtschaft im Blickpunkt. "Was wir im Augenblick erleben, ist im Grunde eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft", sagte Merkel.



Quelle: Reuters (20. Januar 2009)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , Diplomacy; International Relations , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , United States OF America , Government Debt (national) , Financials , Banks (industry Group) , Angela Merkel , Feier , International Trade , Charta , Architektur , Macro-economics

Erschienen 20. Januar 2009 bei http://www.reuters.com.

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