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Merkel: Banken müssen zur Lösung der Finanzkrise beitragen

am 04.10.2008 von http://www.reuters.com

Paris (Reuters) - Die Banken müssen nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Lösung der schweren Finanzkrise einen Beitrag leisten.

Die Politik muss in einer sehr schwierigen Situation Verantwortung übernehmen. Aber die, die die Schäden verursacht haben, müssen auch einen Beitrag leisten, sagte Merkel bei ihrer Ankunft in Paris zu Beratungen mit Vertretern anderer europäischer Länder über die Finanzkrise. Der britische Premierminister Gordon Brown sagte, keine solide, zahlungsfähige Bank dürfe wegen Liquiditätsproblemen Pleite gehen. Es müssten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um Mängel im Finanzsystem zu beseitigen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ergänzte, es müsse eine Lösung der Krise gefunden werden, um die Bürger zu beruhigen.

Sarkozy hatte nach der dramatischen Zuspitzung der Finanzkrise auch in Europa Merkel, Brown und den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi nach Paris gebeten. Von dem Treffen soll nach den Worten von Frankreichs Ministerpräsident Francois Fillon die Botschaft ausgehen, dass der Staat falls nötig bereit ist, das Bankensystem zu stabilisieren. Ideen der französischen Finanzministerin Christine Lagarde über einen Auffang-Fonds, der angeblich 300 Milliarden Euro teuer sein sollte, wurden aus Berlin jedoch umgehend zurückgewiesen. In den USA hat der Kongress in dieser Woche einem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsplan der Regierung für die Finanzbranche zugestimmt.

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