Merkel: Atomausstieg muss verhindert werden

Schweinfurt (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Pro-Atomkurs unterstrichen.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung zur bayerischen Landtagswahl im unterfränkischen Schweinfurt bezeichnete die Kanzlerin den Ausstieg aus der Atomenergie am Donnerstagabend als Unvernunft, die es mit CDU und CSU nicht geben werde. Sollte es nach den Plänen der SPD und der Grünen gehen und die Atomkraft in zwölf Jahren abgeschaltet sein, würde dies die Energie verteuern, den Industriestandort schwächen und Bayern, das 60 Prozent seines Stromes aus Kernenergie erzeugt, zwingen die Kernenergie in Tschechien zu kaufen. "Das versteht doch auf der ganzen Welt niemand, dass wir die sichersten Kraftwerke auf der Welt haben und als erste aussteigen wollen. Das gibt es weltweit nicht noch einmal, das muss verhindert werden", sagte Merkel.

Im Streit um Atomenergie hat sich Merkel bereits mehrfach für die weitere Nutzung ausgesprochen und angekündigt, sich für eine Verlängerung der Laufzeiten der verbliebenen 17 Meiler einzusetzen. Union und SPD hatten sich 2005 in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, den von der rot-grünen Vorgängerregierung mit der Industrie ausgehandelten Atomausstieg bis 2021 nicht anzutasten. Angesichts hoher Energiepreise und der Debatte um den Klimaschutz will die Union den Atomausstieg aber rückgängig machen.



Quelle: Reuters (5. September 2008)

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Themen: Verhindert , Merkel , Merkel Atomausstieg

Erschienen 5. September 2008 bei http://www.reuters.com.

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