Merkel: Abbau von Arbeitslosigkeit wird immer schwerer
am 04.07.2008 von Reuters | Inlandsnachrichten
Berlin (Reuters) - Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wird nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel künftig zäher vorangehen.
Der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit wird schwieriger, weil es nun vor allem in den wirtschaftsstarken Regionen um die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten geht, sagte Merkel dem Magazin Wirtschaftswoche laut Vorabbericht vom Freitag. Die Bretter, die wir jetzt bohren müssen, werden noch dicker. Wenn man die arbeitsmarktpolitischen Instrumente noch effizienter machen und die Zuverdienstgrenzen für Hartz-IV-Empfänger ändern würde, könne man aber noch mehr Menschen den Einstieg in den Aufstieg ermöglichen, sagte die CDU-Vorsitzende.
Im Juni war die Zahl der Arbeitslosen auf 3,16 Millionen zurückgegangen, dem geringsten Wert seit 15 Jahren. Vor allem in süddeutschen Regionen herrscht praktisch Vollbeschäftigung.
Merkel betonte, mit ihr würden keine Reformen zurückgedreht, die den Wirtschaftsaufschwung mitbegünstigt hätten. Dies gelte auch für die Rente mit 67 oder das Bestreben aus der SPD, einen einheitlichen, flächendeckenden Mindestlohn einzuführen. Die SPD, die unter dem Druck der Linkspartei stehe, müsse sich über ihren Kurs in der Wirtschaftspolitik klar werden, forderte die Kanzlerin.
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